Im Rahmen von gezielten Drogenkontrollen an der Autobahnausfahrt bei Bozen-Süd wurden die Beamten der Quästur am Donnerstagabend auf einen Pkw mit einem 45-jährigen marokkanischen Staatsbürger am Steuer aufmerksam. <h3> Wegen Mordversuch an Ehefrau rechtskräftig verurteilt </h3>Aus dem Abgleich seiner Personendaten mit jenen der gesamtstaatlichen Datenbank ging hervor, dass der Mann mehrere Vorstrafen aufwies. 2017 hat er in seiner Wohnung in der Bozner Europaallee mit einem spitzen Gegenstand auf seine Ehefrau eingestochen – in der Folge wurde er wegen versuchter Tötung rechtskräftig zu mehr als 9 Jahren Haft verurteilt.<BR /><BR />Dennoch wurde er vor rund einer Woche, Ende Jänner, aus der Haft entlassen. Daraufhin erließ Quästor Sartori sofort einen Schubbefehl gegen den Marokkaner, der in ein Rückführungszentrum begleitet wurde.<h3> Aus Rückführungszentrum entlassen – Wenig später mit über 10 Kilo Drogen wieder in Bozen </h3>Beim zuständigen Friedensrichter beantragte er jedoch die Aufhebung der Maßnahme der Ausweisung – dem Antrag wurde laut Aussendung der Quästur stattgegeben. Der Grund: Laut Sozialarbeitern hätte der 45-Jährige einen Weg der Rehabilitation und Integration eingeschlagen. Er soll darüber hinaus Interesse gezeigt haben, sich um seine Kinder kümmern zu wollen.<BR /><BR />Nach seiner Entlassung aus dem Rückführungszentrum kam er wieder nach Bozen zurück – offenbar mit bösen Absichten. Während der Kontrolle des Fahrzeugs des 45-Jährigen war den Beamten ein weiterer Pkw aufgefallen, der direkt hinter jenem des Marokkaners fuhr und beim Anblick der Polizeistreife sofort eine Kehrtwendung machte und Richtung Norden weiterfuhr.<BR /><BR />Eine weitere Polizeistreife nahm daraufhin die Verfolgung des zweiten Fahrzeugs auf – in der Nähe der Autobahnmautstelle Bozen-Nord konnte der Pkw angehalten werden. <BR /><BR />Bei der Fahrerin handelte es sich um eine 42-jährige italienische Staatsbürgerin marokkanischer Herkunft mit Wohnsitz in Venetien. Sie soll die jetzige Lebensgefährtin des 45-jährigen Marokkaners sein.<BR /><BR />Bei der Durchsuchung ihres Fahrzeugs fanden die Beamten in einer Tasche im Kofferraum 10 Pakete, die insgesamt 10 Kilogramm Haschisch enthielten. <h3> Rauschgift im Wert von 150.000 Euro beschlagnahmt </h3>Darüber hinaus entdeckten die Ordnungshüter auf der Rückbank des Wagens einen verschweißten Nylonbeutel, der ein Kilogramm Kokain enthielt. <BR /><BR />Die Drogen hätten auf dem Schwarzmarkt einen Verkaufswert von insgesamt 150.000 Euro, schätzt die Quästur in der Aussendung. Bei den beiden mutmaßlichen Drogenhändlern wurden darüber hinaus mehr als 1000 Euro Bargeld gefunden und als mutmaßlicher Erlös aus dem Drogenverkauf ebenfalls beschlagnahmt. <BR /><h3> Wieder in Haft – Dann Abschiebung </h3>Die Verdächtigen wurden wegen Drogenbesitz mit Verkaufsabsicht verhaftet und in die Gefängnisse von Bozen und Trient gebracht. Der Quästor von Bozen, Paolo Sartori, hat gegen den Mann erneut eine Ausweisungsverfügung gegen den Mann verhängt. <BR /><BR />Der Frau erteilte Sartori ein 3-jähriges Aufenthaltsverbot für die Gemeinde Bozen. Diese Maßnahmen werden mit der Freilassung der beiden Inhaftierten in Kraft treten.