<BR />Wie berichtet, evakuierten die Einsatzkräfte nach dem Murenabgang am Sonntag kurz vor 17 Uhr die gesamte Gefahrenzone und brachten alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit. Insgesamt mussten 69 Menschen – 39 in Meran und 30 in Hafling – ihre Wohnungen verlassen. Sechs Personen wurden leicht verletzt, drei Wohnhäuser sind derzeit unbewohnbar. <BR /><BR /><i><b>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab:</b></i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="660383" data-version="v2"></div></div> <BR /><BR />Laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin fielen bei dem Unwetter im Raum Hafling innerhalb einer Stunde rund 50 Millimeter Regen. Dadurch löste sich oberhalb der Landesstraße nach Hafling eine Mure, die über den Weißplatterbach bis in den Bereich des Naifdammwegs gelangte. Drei Wohnhäuser wurden bis zum zweiten Stock von Schlamm und Geröll verschüttet und schwer beschädigt, vier Fahrzeuge zerstört.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1329177_image" /></div> <BR /><BR /> Die Rettungsarbeiten wurden zusätzlich durch eine zweite Schuttwelle erschwert, die rund eine halbe Stunde nach dem ersten Murenabgang niederging. Seit Sonntagabend laufen die umfangreichen Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten auf Hochtouren. Die Berufsfeuerwehr Bozen unterstützt den Einsatz mit zwei Baggern und einem Schaufellader, weitere Bauunternehmen stehen mit mehreren Baggern und LKW im Einsatz. <h3> Lage bleibt angespannt</h3>Wie der Landesfeuerwehrverband berichtet, stehen die Freiwilligen Feuerwehren Freiberg, Untermais, Obermais, Labers und Hafling seit mehr als zwöf Stunden ununterbrochen im Dauereinsatz. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf der laufenden Beobachtung des Murenkegels, der Ausleuchtung der Einsatzstelle für die schweren Räumfahrzeuge sowie der Freiräumung der Zufahrtsstraße nach Freiberg. Zudem wird das vollständig mit Schlamm und Geröll gefüllte Rückhaltebecken am Naifbach schnellstmöglich geräumt, um ausreichend Rückhaltevolumen für weitere Niederschläge zu schaffen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1329180_image" /></div> <BR /><BR />Auch weiterhin bleibt die Lage angespannt, da aus dem Hang noch Material nachrutschen kann und für Montag sowie die kommenden Tage weitere kräftige Gewitter vorhergesagt sind. Ob weitere Evakuierungen notwendig werden, hängt von der Wetterentwicklung ab. Feuerwehr, Zivilschutz und Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, in kürzester Zeit mehrere hundert Kubikmeter Material zu entfernen, um ein erneutes Abgehen der Geröllmassen zu verhindern und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.<h3> Murenabgänge auch im Vinschgau</h3>Neben dem Burggrafenamt führten die heftigen Unwetter am Sonntag auch im Vinschgau zu Murenabgängen und Straßensperren. Im Bereich des Schafstallbachs im Pfossental in der Gemeinde Schnals verschütteten die Schlamm- und Geröllmassen die Straße, wodurch mehrere Anwohner sowie Touristen in ihren Häusern und Almhütten vorübergehend eingeschlossen waren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1329183_image" /></div> <BR /><BR /> Die Freiwillige Feuerwehr Karthaus stand gemeinsam mit den zuständigen Einsatzkräften im Einsatz, um die Straße freizumachen und die Lage zu sichern. Das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West begann unmittelbar nach dem Ereignis mit den Aufräumarbeiten.