<BR />Ausgelöst wurde die Mure am Mittwoch gegen 22.30 Uhr nach heftigen Niederschlägen durch den Rötbach im Bereich der Daimerhütte. Gewaltige Mengen an Geröll, Holz und Schlamm wurden talwärts gerissen. Das Material hat im Oberlauf mehrere Brücken zerstört, staute die Ahr auf und verschüttete die Landesstraße ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/schwerer-murenabgang-im-ahrntal-120-menschen-evakuiert" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">mehr dazu hier</a>).<BR /><BR />Seit der Nacht arbeiten rund 150 Einsatzkräfte daran, die Zufahrt ins hintere Ahrntal wieder freizubekommen. Vorarbeiter Hubert Brugger und Martin Moser vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost in der Agentur für Bevölkerungsschutz sind seit Mitternacht im Einsatz. <BR /><BR />„Die Schutzbauten und der bestehende Damm oberhalb der Gewerbezone haben schlimmere Folgen verhindert“, fasst Amtsdirektor Michael Baumgartner zusammen. Das Rückhaltebecken direkt oberhalb der Landesstraße wurde mit Murmaterial total aufgefüllt. <BR /><BR />Der Wildbachverbauung ist es mittlerweile gelungen, den Durchlass der Ahr freizuräumen. Die Gemeinde Ahrntal teilte mit, „dass die Straßensperre aufgrund des Murenabgangs ab 13 Uhr aufgehoben ist und die Befahrbarkeit des betroffenen Teilabschnitts einspurig wieder gegeben ist.“<BR /><BR /><BR />Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten darauf, die gewaltigen Schuttmassen zu beseitigen. Mehrere Bagger und Lastwagen im Auftrag der Wildbachverbauung sowie Maschinen des Landesstraßendienstes sind im Einsatz. Mobilisiert wurden an die 30.000 Kubikmeter Geröll und Schlamm.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1344177_image" /></div> <BR /><BR />Indes konnten alle 150 Menschen, die südlich und nördlich der Mure evakuiert wurden, noch am Donnerstagvormittag heimkehren. Sie wurden zwischenzeitlich vom Zivilschutzzug des Weißen Kreuzes versorgt.<BR /><BR />Im Einsatz stehen neben dem Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung die Freiwilligen Feuerwehren Luttach, St. Johann, Sand in Taufers, Lappach, Mühlen und Steinhaus, die Bergrettung Ahrntal, das Weiße Kreuz mit der sanitären Einsatzleitung, die Carabinieri sowie die Notfallseelsorge. Zusätzlich unterstützten die Feuerwehren Prettau und weitere Einsatzkräfte mit Sondergeräten wie Drohnen, Scheinwerfern und Drehleiter die Arbeiten vor Ort.<BR /><BR /><i>STOL hält Sie auf dem Laufenden.</i>