Dienstag, 06. April 2021

Nach Ostern: Italien will eine Perspektive bieten

Nach den Osterfeierlichkeiten mit Teil-Lockdowns hofft Italien auf eine baldige Lockerung der Restriktionen.

Eine Bar in Rom.
Eine Bar in Rom. - Foto: © ANSA / RICCARDO ANTIMIANI / Z72
In den kommenden Tagen sollte die Taskforce aus Regierungsmitgliedern und dem wissenschaftlichen Komitee CTS tagen, um eine mögliche Wiederöffnung von Bars, Restaurants, Geschäften, Kinos und Sportzentren nach dem 20. April zu prüfen und den von der Pandemie schwer getroffenen Sektoren eine Perspektive zu bieten.

An diesem Datum orientiert sich die Regierung in Rom, zumal mehrere Regionen und Lega-Chef Matteo Salvini seit Tagen Druck machen, um die Öffnungen voranzutreiben.

Überlegt wird, Bars und Restaurants bis 18 Uhr zu öffnen. Ziel ist, einen Neustart mehrerer Aktivitäten vor dem 30. April zu ermöglichen. Bis zu diesem Datum sind alle 20 italienischen Regionen entweder orange oder rot. Beschlüsse bezüglich eines Neustarts bestimmter Aktivitäten hängen von der epidemiologischen Entwicklung in Italien ab. Am Montag wurden 296 Menschen gemeldet, die mit oder durch das Coronavirus ums Leben gekommen sind, hinzu gab es 10.680 neue Infektionen. Ab heute werden die Provinz Trient, Venetien und Marken von der roten in die orange Zone herabgestuft.

300.000 Immunisierungen pro Tag in der zweiten April-Hälfte als Ziel

Auch über die Osterfeiertage wurden die Impfungen fortgesetzt. Das Ziel von täglich 500.000 Impfungen bis Ende April scheint jedoch in weite Ferne zu rücken.

Ab der zweiten April-Hälfte könnte mit Mühe die Schwelle von etwa 300.000 Immunisierungen pro Tag erreicht werden. 2,8 Millionen Dosen Impfstoff trafen über das Osterwochenende in Italien ein, berichtete der Staatssekretär im Verteidigungswesen, Giorgio Mulé. Das Ziel, bis Ende September 80 Prozent der italienischen Bevölkerung zu immunisieren, sei erreichbar.

Kontrollen über Osterfeiertage

Über die Osterfeiertage wurden die Kontrollen verschärft, um Verstößen gegen die Anti-Covid-Restriktionen nachzugehen.

So wurden am Ostersonntag 96.098 Personen kontrolliert, 2405 wurden bestraft und 26 wurden angezeigt, teilte das Innenministerium in Rom mit.

Kontrolliert wurden außerdem 10.423 Lokale und Geschäfte, 83 Personen wurden bestraft. In 23 Fällen wurde die Schließung der Lokale angeordnet. 70.000 Polizisten waren bei Kontrollen über die Feierlichkeiten im Einsatz.

apa