Freitag, 08. Januar 2016

Nach Rainer-Freispruch: Jetzt entscheidet die letzte Instanz

Die entscheidende Runde im Strafverfahren rund um das Kraftwerk Mittewald ist eingeläutet.

Gegen den Freispruch von Maximilian Rainer haben die Generalstaatsanwaltschaft und die SEL Beschwerde an höchster Stelle eingereicht.
Badge Local
Gegen den Freispruch von Maximilian Rainer haben die Generalstaatsanwaltschaft und die SEL Beschwerde an höchster Stelle eingereicht.

Zur Erinnerung: Im Oktober befand das Bozner Oberlandesgericht, dass Ex-SEL-Direktor Maximilian Rainer seinen Arbeitgeber nicht betrogen habe. Es habe weder einen Betrug noch einen Schaden gegeben, weil kein konkretes, schriftliches Kaufangebot vorlag, das die SEL hätte ablehnen können. In erster Instanz war Rainer noch zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Die Generalanwaltschaft steht aber weiterhin hinter der ursprünglichen Anklage, wonach Rainer die SEL über den Wert des Kraftwerks Mittewald getäuscht habe, um es mittels Strohmännern über die Gesellschaft „Stein an Stein Italia“ selbst kaufen zu können. Neben Generalanwalt Paul Ranzi hat auch der Rechtsanwalt der SEL (Nebenkläger), Giacomo Gualtieri, Beschwerde beim Höchstgericht eingereicht.

rc/D

__________________________________________________________

Warum Maximilian Rainer auch für den Fall, dass das Kassationsgericht die Beschwerden annimmt, keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr fürchten muss, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

stol