Dienstag, 05. Juni 2018

Nach Rückkehr der Kinder: Rosa Mezzina bedankt sich

Im Fall der vom tunesischen Vater entführten Kinder, die am Samstag dank der Initiative der Carabinieri der Mutter zurückgegeben werden konnten, fand am Dienstag eine Pressekonferenz statt, bei der sich Rosa Mezzina und ihr Anwalt, Nicodemo Gentile, bei allen Beteiligten für die Unterstützung bedankten.

Nach 2 Monaten konnte Rosa Mezzina ihre beiden Kinder endlich wieder in die Arme schließen. - Foto: DLife
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Nach 2 Monaten konnte Rosa Mezzina ihre beiden Kinder endlich wieder in die Arme schließen. - Foto: DLife

Der Vater der Kinder, der 33-jährige Tunesier Jamel Methenni, war im April mit den beiden gemeinsamen Kindern Yassine und Yasmine von Bozen nach Tunesien geflohen (STOL hat berichtet). Seither hatte die Mutter um die Rückkehr ihrer Kinder gebangt und gekämpft. Schließlich mit Erfolg.

Am vergangenen Freitag trafen die beiden nach langen Verhandlungen - und dank der Zusammenarbeit des Außenministeriums, der Italienischen Botschaft in Tunesien und Interpol - mit einem Schiff am Hafen von Genua an. In Begleitung von 2 Carabinieri aus Bozen wurden sie zum Sitz der Carabinieri von Genua gebracht, wo sie nach 2 Monaten endlich wieder ihre Mutter und Großeltern umarmen konnten.

Yassine und Yasmine waren bei ihrer Rückkehr wohlauf und kehrten schon am Samstag wieder nach Bozen zurück. 

Am heutigen Dienstag trat die 28-jährige Boznerin Rosa Mezzina gemeinsam mit ihrem Anwalt Nicodemo Gentile vor die Presse. Sie bedankten sich bei allen, die am Kampf um die Kinder beteiligt waren, bei den Institutionen, bei den Medien und bei allen, die ihr in der schweren Zeit zur Seite gestanden haben. Anwalt Gentile hingegen lobte Mezzina für ihre Stärke und Geduld in dieser schweren Zeit. „Rosa hat sich als Mutter Courage bewiesen“, so Gentile.

„Es hat stark angespannte Momente gegeben, die Rosa mit großer Aufmerksamkeit den Kindern gegenüber gut gemeistert hat und nun sind die Kinder wieder hier auch dank der außerordentlichen Zusammenarbeit der Carabinieri, denen wir zu Dank verpflichtet sind“, so der Rechtsanwalt. 

„Er hat bewiesen, dass er ein Herz hat“

Rosa Mezzina erklärte anschließend, dass sie während der Zeit, in der die Kinder in Tunesien waren, Kontakt mit ihrem Mann hatte und regelmäßig mit ihm telefoniert hätte. Auf die Frage, warum er sie dann schlussendlich zurückgebracht habe, antwortete die junge Mutter nur. „Mein Mann“, sagte Rosa, „hat verstanden, dass er einen Blödsinn gemacht hat und hat sich schließlich für das Wohl unserer Kinder eingesetzt. Er hat bewiesen, dass er ein Herz hat“.

Der Mann darf sich den Kindern vorerst nicht nähern. Er wird sie in geschützten Treffen im Beisein einer Sozialassistentin sehen können. Rosa will dem Vater ihrer Kinder, nicht das Recht verwehren, die Kinder zu sehen und zu hören, "diese Gemeinheit werde ich meinen Kindern nicht antun", so die junge Mutter abschließend

stol

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