Nach der Schießerei im Zentrum von Trient am vergangenen Freitag ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/video-streit-zwischen-vier-personen-in-trient-eskaliert-schuesse-im-zentrum" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">hier lesen Sie mehr dazu</a>) stehen Politik und Sicherheitsbehörden am heutigen Montag vor einer wichtigen Aussprache. Viele Bürger haben zunehmend das Gefühl, dass die Stadt nicht mehr so sicher und lebenswert ist wie noch vor einigen Jahren, berichtet die Tageszeitung „l'Adige“. Entsprechend groß ist der Druck, auf das jüngste Gewaltverbrechen zu reagieren.<BR /><BR />Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler könnten Schulden im Zuge eines Drogenhandels der Auslöser für die Gewalttat gewesen sein. Zwei junge Männer im Alter von 24 und 25 Jahren, beide albanischer Herkunft und aus der Lombardei angereist, sollen zwei tunesische Brüder im Alter von 24 und 28 Jahren verfolgt haben, die in der Umgebung von Trient leben.<BR /><BR />Im Fokus der Angreifer stand offenbar der 28-Jährige. Videoaufnahmen aus einer Tabakhandlung in der Via Santa Croce zeigen, dass sich die beiden Verdächtigen die Waffe gegenseitig übergaben. Kurz vor dem Schuss wurde die Pistole mit beiden Händen gehalten und auf Brusthöhe auf das Opfer gerichtet.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1301139_image" /></div> <BR /><BR />Der Angriff ereignete sich gegen 9.30 Uhr mitten im Stadtzentrum, zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen unterwegs waren oder in Bars saßen. Die Verfolgung begann laut bisherigen Rekonstruktionen in den Gärten vor dem Gerichtsgebäude, führte über den Di-Fiera-Platz bis in die Santa-Croce-Straße und endete schließlich in der Tabakhandlung, in die sich die beiden Tunesier geflüchtet hatten. Dort kam es zur Eskalation.<BR /><BR />Die beiden tunesischen Männer wurden inzwischen von den Carabinieri als Zeugen vernommen. Die beiden mutmaßlichen Täter konnten wenig später verhaftet werden. Sie werden heute dem Vorverhandlungsrichter vorgeführt, der über die Bestätigung der Verhaftung entscheidet.<BR /><BR />Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auch auf die verschwundene Tatwaffe. Den Verdächtigen gelang es offenbar, die Pistole während ihrer kurzen Flucht verschwinden zu lassen. Ermittler werten derzeit Überwachungskameras in den umliegenden Straßen aus, um zu klären, ob die Täter alleine gehandelt haben oder ob ein Komplize beteiligt war, dem die Waffe übergeben wurde.<BR /><BR />Unklar bleibt zudem, wer die Täter darüber informiert haben könnte, dass sich der 28-jährige Tunesier an diesem Morgen vor dem Gerichtsgebäude aufhalten würde. Er hatte seinen Bruder zu einer Verhandlung begleitet.