Sonntag, 15. Oktober 2017

Nach Schulmassaker in Kenia: Mutmaßlicher Täter getötet

Der mutmaßliche Täter eines Massakers in einer kenianischen Schule ist im Polizeigewahrsam von einer Gruppe Menschen getötet worden. „Bürger sind in das Polizeirevier in Kakuma, wo der Student in Gewahrsam war, eingedrungen, haben die Polizisten überwältigt und den Schüler angegriffen“, sagte am Sonntag der örtliche Polizeichef David Nyabuto.

Der 17-Jährige war in die Schule in Lokichoggio eingedrungen und hatte dort sechs Menschen getötet sowie weitere verletzt.
Der 17-Jährige war in die Schule in Lokichoggio eingedrungen und hatte dort sechs Menschen getötet sowie weitere verletzt. - Foto: © shutterstock

Laut Polizei hätten die aufgebrachten Bürger den jungen Mann am Samstagnachmittag zusammengeschlagen und anschließend verbrannt. Zuvor war der 17-Jährige den Angaben zufolge zusammen mit zwei bewaffneten Männern in seine ehemalige Schule in Lokichoggio im Nordwesten Kenias eingedrungen und hatte dort sechs Menschen getötet sowie weitere verletzt.

Laut Ermittlungen war das Trio auf der Suche nach dem Schulleiter und einem weiteren Schüler, mit dem es vorher Streit gegeben hatte. Als sie die Gesuchten nicht fanden, schossen sie laut Nyabuto willkürlich um sich.

Der Ex-Schüler wurde nach den Angaben festgenommen, die beiden Mittäter konnten entkommen. Der junge Mann gehöre der Volksgruppe der Toposa aus dem Nachbarland Südsudan an. Er habe sich vor dem Vorfall mit einem kenianischen Schüler der Volksgruppe der Turkana gestritten und war von der Schule suspendiert worden. Im Nordwesten Kenias kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Mitgliedern beider Volksgruppen, oft wegen Streitigkeiten um das Vieh.

dpa

stol