Donnerstag, 02. März 2017

Nach schwarzem Mittwoch: Gefahr in den Bergen weiter groß

Drei große Lawinen haben sich am Mittwoch in Südtirol gelöst. Deren traurige Bilanz: ein Mann leicht verletzt, ein Jugendlicher in Lebensgefahr, ein Mann tot. Auch am Tag nach dem Unglück ist die Gefahr in den Bergen groß.

Mit der Sonneneinstrahlung steigt die Auslösewahrscheinlichkeit der Lawinen.
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Mit der Sonneneinstrahlung steigt die Auslösewahrscheinlichkeit der Lawinen. - Foto: © shutterstock

Der Neuschnee und der starke Wind waren am Dienstag gute Baumeister für Lawinen. Die Basis der Schneedecke gilt verbreitet als schlecht. In Südtirol herrscht auch am Donnerstag erhebliche Lawinengefahr im gesamten Land. Dies entspricht der dritten Stufe auf der insgesamt fünfteiligen Skala zur Einstufung der Lawinengefahr.

Lawinenwarnstufe 3 galt auch am Mittwoch. Dem Tag, an dem sich am frühen Nachmittag die tödliche Lawine nahe Ridnaun löste und Patrick Unterkircher, Tourengeher aus Natz Schabs, unter sich begrub. Der Mann überlebte das Unglück nicht (STOL hat berichtet).

Spontane Lawinen möglich

Der Lawinenwarndienst des Landes beschreibt die Situation in den Bergen auch am Donnerstag als „angespannt“. Die Auslösefreudigkeit des Triebschnees bleibe hoch. Auch spontane Lawinen seien möglich. Zudem steige, so heißt es im aktuellen Lawinenlagebericht, mit der Sonneneinstrahlung die Auslösewahrscheinlichkeit.

Die Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu. Lösen sich Lawinen, können sie sich nach Einschätzung der Experten bis zum Boden durchreißen und größere Dimensionen erreichen.

Lawinenwarnstufe 3 im ganzen Land - Grafik: Lawinenwarndienst

stol

stol