<BR />Auf der Insel Sylt hat es im Mai begonnen und weite Kreise gezogen: Zum Hit wird „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ gegrölt. Allerorts ist die Empörung groß, in Deutschland wurden Partygäste ausgeforscht, der Staatsschutz ermittelt wegen der rassistischen Parolen. <h3> Film von Gegröle ins Netz gestellt</h3>Auch in Kematen, wo beim Kirchtag gleiche Parolen geschmettert, von Besuchern gefilmt und ins Netz gestellt wurden, versucht man herauszufinden, wer damit begonnen und wer mitgemacht hat. „Als Veranstalter des ,Kischta‘ sind wir natürlich in der Pflicht und versuchen der Sache auf den Grund zu gehen“, sagte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mühlen, Florian Weger. Er erklärt aber auch, dass freiwillige Helfer hinter der Theke sofort interveniert und die Grölenden aufgefordert hätten, dies zu unterlassen. „Wir distanzieren uns von dem Vorgefallenen und schauen, wie man so was in Zukunft unterbinden kann“, erklärte Weger.<h3> Wie man vor dem Fest in Mühlen vorgeht</h3>In der Gemeinde Sand in Taufers verurteilt man derartige Liedzeilen. „Ich habe den Kommandanten der Mühlener Feuerwehr, die am Wochenende ein Fest ausrichtet, angewiesen, die Musik sofort stoppen zu lassen, wenn entsprechend mitgesungen wird“, sagt Bürgermeister Josef Nöckler. In Zeiten wie diesen, in denen es auch in Südtirol ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland nicht mehr ginge, seien solche Liedzeilen dumm und unsäglich.