Montag, 22. Juni 2015

Nach Sprung in den Inn: Leiche des zweiten Vermissten identifiziert

Die Leiche eines vermissten 19-Jährigen, der am 5. Juni nach einem Sprung in den Inn gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Freund abgetrieben worden war, ist aus dem Fluss geborgen worden.

Die Retter konnten die beiden nur noch tot bergen.
Die Retter konnten die beiden nur noch tot bergen.

Eine Obduktion am Montag bestätigte laut Polizeiangaben die Identität des jungen Mannes. Die Leiche seines gleichaltrigen Freundes war bereits vergangene Woche entdeckt worden (STOL hat berichtet). 

Die Einsatzkräfte hatten den verunglückten Einheimischen bei Schwaz entdeckt. Der leblose Körper des gebürtigen Brasilianers hatte sich im Rechen des Kraftwerks verfangen.

Sein Freund war bereits vor einer Woche beim Innkraftwerk in Kirchbichl aus dem Wasser gezogen worden.

Durch starke Strömung abgetrieben

Das Unglück hatte sich am 5. Juni bei Roppen ereignet.

Zunächst waren ein 16-, 19-, und ein 32-Jähriger von einer Fahrradbrücke in den hochwasserführenden Inn gesprungen. Das Trio erreichte das Ufer. Als aber ein weiterer 19-Jähriger nachsprang, wurde er von der starken Strömung abgetrieben. Sein gleichaltriger Freund sprang daraufhin in die Fluten, um dem Abgetriebenen zu helfen.

Die beiden anderen schlugen bei der Leitstelle Alarm.

Mehr als 300 Einsatzkräfte von Wasserrettung, Feuerwehr, Rettung und Polizei sowie zwei Hubschrauber waren an der darauffolgenden Suchaktion beteiligt. Der Einsatz wurde am Abend erfolglos abgebrochen und am nächsten Tag fortgesetzt. Die beiden 19-Jährigen blieben zunächst aber verschollen.

apa

stol