Ob Martin Resch vom Mobilitätszentrum Gröden, der zusammen mit dem Verkehrsexperten Helmuth Moroder den Masterplan für Mobilität entwickelt hat, mit dem Ergebnis zufrieden lesen Sie hier. Elektrobusse sind nämlich ein wichtiges Baustein des Konzepts. <BR /><BR />In Gröden gibt es 10.000 Einheimische mit 7000 Autos und 20.000 Gästebetten. Während der Saison bricht regelmäßig der Verkehr zusammen, weil die Straßen den Individualverkehr nicht schlucken können. Im Sommer fahren die Urlauber vor allem auf die Pässe, im Winter zu den Aufstiegsanlagen. Aber auch die bestehenden öffentlichen Busdienste sind überlastet. Was tun also?<BR /><BR /><embed id="dtext86-61716920_quote" /><BR /><BR />„Hand anlegen kann man vor allem beim Tagesgast, der in der Früh nach Gröden kommt und abends wieder hinausfährt“, sagt Martin Resch, „denn er ist es, der das Fass zum Überlaufen bringt.“ <BR /><BR />Die in Gröden logierenden Urlauber nutzen dank der Val Gardena Mobil Card die Busse sehr stark. In die Busse will man auch die Tagesgäste bringen. Sie sollen künftig auf einen Parkplatz am Taleingang in Pontives geleitet werden und in Busse umsteigen (die „Dolomiten“ berichteten; siehe digitale Ausgabe). Diese Busse sollen möglichst viele Fahrgäste fassen und elektrisch betrieben sein. <h3> Autonomie der Batterien reicht aus</h3>„Heuer im Sommer hat uns Mercedes 2 Elektrobusse kostenlos zur Verfügung gestellt: einen 12-Meter- und einen 18-Meter-Bus“, schildert Martin Resch. „Für uns war wichtig zu wissen, ob die Autonomie der Batterien für unsere Zwecke ausreicht. Das funktioniert. Wir haben auch gesehen, dass bei der Ladeinfrastruktur viel Handlungsbedarf ist“, fährt Resch fort, „aber die Technik funktioniert.“ Auch die Haltestellen müssten erweitert werden. <BR /><BR />Große Busse braucht es, weil die bisher benutzten oft brechend voll sind. Zudem ist es immer schwerer, Chauffeure zu finden. Billig wären die Busse nicht, sollten welche angekauft werden: Ein elektrischer 18-Meter-Bus kostet 800.000 Euro, ein 12-Meter-Bus 600.000 Euro. <BR /><BR /> „Der Test hat gut funktioniert“, sagt Resch. Auch die Einheimischen seien zufrieden gewesen. Eingesetzt wurden beide Busse auf der Strecke von St. Ulrich bis Plan de Gralba. Während der 12-Meter-Bus aber alle Haltestellen anfuhr, wurde der größere praktisch als Express geführt: In St. Christina hat er nicht genügend Platz zum Rangieren. <BR /><BR />Der Test sollte vom 9. bis 26. August dauern. 2 Tage vorher blieb der 18-Meter-Bus mit einem technischen Problem liegen, was aber auch bei einem Dieselbus geschehen kann. Der 12-Meter-Bus beendete den Test ohne Probleme. <h3> Nächste Testphase im Winter</h3>„Wir wollen die Busse aber auch im Winter testen und haben deshalb bei Mercedes um einen 18-Meter-Bus angefragt. Nur sind diese Testbusse sehr begehrt und man wird sehen, ob wir einen bekommen“, sagt Resch. Er ist aber optimistisch.<BR /><BR /> Zu prüfen wäre unter realen Bedingungen, wie sich winterliche Bedingungen und Kälte auf das Fahrverhalten und die Reichweite des Busses auswirken, bei dem 4 von 6 Rädern angetrieben werden. Aber auch hier ist Resch optimistisch: „Es ist zwar eine Technologie von 2019, aber wir haben bei den Test gesehen, dass beim Abwärtsfahren durch Rekuperation sehr viel Energie zurückgewonnen wird.“