<BR />Wie die Tageszeitung „Alto Adige“ berichtet, arbeitete der 52-jährige ehemalige Carabiniere sizilianischer Herkunft seit Frühjahr 2021 in verschiedenen Schwimmbädern in ganz Südtirol. Er begann seine Tätigkeit in der Therme Meran, war danach im „Balneum“ in Sterzing, im Bozner „Lido“ sowie in den Schwimmbädern von Gossensaß und Bruneck tätig, bevor er nach Graun wechselte.<h3> „Videoaufnahmen belegen alles, was passiert ist“</h3>Santoro schildert die Ereignisse am 15. Dezember und betont, dass das Kind nicht von Badegästen, sondern von ihm selbst, dem vor Ort anwesenden Rettungsschwimmer, gerettet wurde. „Auf den Videoaufnahmen sieht man mich am Beckenrand. Und man erkennt, wie das Kind wie ein Blitz auf das Wasser zuläuft“, erklärt er. <BR /><BR />Er habe eine Frau bemerkt, die sich später als die Tante des kleinen Moritz herausstellte, die nach jemandem suchte. Als klar wurde, dass ein Vierjähriger ohne Schwimmflügel vermisst wurde, habe Santoro direkt gehandelt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1255146_image" /></div> <BR /><BR />Der Junge sei in einen Bereich geraten, in dem die starken Strömungen der Hydromassage das Wasser aufwühlen und laut dem Bademeister kaum etwas vom Bereich unter Wasser sichtbar sei. Er sei sofort ins Wasser gesprungen und habe das Kind herausgeholt, so der Bademeister dem „Alto Adige“ gegenüber. <BR /><BR />„Der Versuch, es wiederzubeleben, war zunächst erfolglos. Der Bub habe bereits deutliche Anzeichen von Ertrinken, etwa blaue Lippen, gehabt und spuckte Wasser. Ich wusste sofort, dass mehr als die übliche Wiederbelebung nötig war. Also lief ich durchnässt und barfuß im Schnee zur Rettungsstation des Weißen Kreuzes, die nur 30 Meter entfernt ist, und übergab das Kind den Sanitätern in weniger als 40 Sekunden“, berichtet Santoro.<BR /><BR />Zur Eintragung Santoros im Ermittlungsregister der Bozner Staatsanwaltschaft erklärt er: „Gegen mich wird rein formal ermittelt, aber ich habe in gutem Glauben gehandelt. Die Videoaufnahmen zeigen alles.“ Er habe immer seine Arbeit gemacht, die er liebe. „Aber es waren nicht die Badegäste, die das Kind gerettet haben“, sagt er abschließend der Tageszeitung „Alto Adige“ gegenüber.