Mittwoch, 01. Februar 2017

Nach Tod von 6 Jugendlichen: Ermittler prüfen Ursachen

Nach dem Tod von sechs Teenagern in einer Gartenlaube rätseln die Ermittler weiter über den Ursprung des Gases, das die jungen Leute vergiftete. „Die Hauptfrage, die noch geklärt werden muss, ist, wo das Kohlenmonoxid ausgetreten ist“, hat ein Polizeisprecher am Mittwoch gesagt.

Nach dem Tod von sechs Teenagern in einer Gartenlaube rätseln die Ermittler weiter über den Ursprung des Gases, das die jungen Leute vergiftete.
Nach dem Tod von sechs Teenagern in einer Gartenlaube rätseln die Ermittler weiter über den Ursprung des Gases, das die jungen Leute vergiftete. - Foto: © APA/AFP

Die Obduktion der Leichen hatte am Dienstag ergeben, dass alle sechs an einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid gestorben waren. Die Leichen der 18- und 19-Jährigen waren am Sonntagmorgen in einem abgelegenen Häuschen nahe dem unterfränkischen Arnstein gefunden worden.

In der Laube gebe es noch „das ein oder andere elektrische Gerät“, das für den Gasaustritt verantwortlich sein könnte, sagte der Sprecher. Weitere Details wollte er nicht nennen. Ermittler des Landerskriminalamts prüften alle möglichen Situationen. Bereits am Sonntag war der Verdacht auf den Holzofen gefallen, mit dem die jungen Leute die Hütte heizten. Der Sprecher betonte aber erneut, dass dieser noch nicht als Ursache für das Unglück feststehe.

Kohlenmonoxid entsteht normalerweise bei Verbrennungen, wenn dem Feuer nicht genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Das farb- und geruchslose giftige Gas kann mit keinem Sinnesorgan wahrgenommen werden. Auch Rauchmelder registrieren es häufig nicht. Viele Öfen haben deshalb spezielle CO-Melder, die Umstehende vor Kohlenmonoxid in der Luft warnen.

dpa

stol