<b>Von Micaela Taroni<BR /></b><BR />Bei dem Unglück am 19. Juni 2021 vor Salò auf dem Westufer des Gardasees kamen Greta Nedrotti (25) und Umberto Garzarella (37) ums Leben. Ihr Boot lag in der Nacht still auf dem Wasser, als es von dem Motorboot gerammt wurde. Wegen fahrlässiger Tötung wurden die beiden deutschen Manager an Bord des Motorboots bereits rechtskräftig verurteilt. Der Fahrer Patrick Kassen erhielt eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten, Eigentümer Christian Teismann wurde zu zwei Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. <BR /><BR />Die Richter stellten fest dass das Motorboot bei hoher Geschwindigkeit über das Holzboot der beiden Verlobten hinweg gerast war und es buchstäblich überrollte. Das Paar kam ums Leben. Die beiden deutschen Manager fuhren weiter - ohne zu helfen. Vor Gericht erklärten sie, vom Zusammenstoß mit dem Boot nichts gemerkt zu haben. Nach der Verurteilung hatte Teismann, Inhaber der Aquarama, das seit dem Unfall beschlagnahmte Todesboot zurückgefordert. Denn die Riva-Jacht mit ihren 300 PS gilt als „Rolls-Royce“ der Motorboote und hat einen großen Wert. Das Boot befindet sich zurzeit in einer beaufsichtigten Bootshalle am Gardasee. <BR /><BR />Die Familie von Greta Nedrotti befürchtet, dass Christian Teismann wieder ans Steuer des Bootes zurückkehren könnte. Die Familie wirft ihm Missachtung im Umgang mit den Regeln der Navigation vor. In der Todesnacht sollen die Positionslichter des Bootes für Greta und Umberto nicht sichtbar gewesen sein, sodass sie keine Chance zum Ausweichen hatten. Der Bootsführerschein des Besitzers solle zudem eingezogen werden, fordern die Eltern.