Dem Psychologen Claudio Fabbrici wird vorgeworfen, den Richtern unwahre Erklärungen vorgelegt zu haben.Einmal hat das Bozner Landesgericht im Fall des tödlichen Unfalls in der Bozner Rovigostraße bereits für eine Premiere gesorgt: Man war dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt und hatte den Unfalllenker Hafid El Maharzi wegen Mordes zu zwölf Jahren Haft verurteilt.Damit wurde erstmals ein Verkehrsunfall als Mord eingestuft.Vorwurf: Dokument gefälschtNun könnte im Zusammenhang mit diesem Fall die zweite Premiere folgen. Bozens Leitender Staatsanwalt Guido Rispoli wirft dem psychologischen Gutachter der Verteidigung nämlich vor, ein Dokument gefälscht zu haben zu haben.Claudio Fabbrici, seines Zeichens Psychologe, Psychotherapeut, Psychoanalyst und Professor an der Uni Bologna, soll dem Gericht einen gefälschten Brief vorgelegt haben. Darin soll er selbst – und die Klinik – erklärt haben, dass El Maharzi im Hausarrest zu Therapiezwecken in die Privatklinik Villa Igea in Modena aufgenommen wurde.Nun haben Fabbrici und dessen Anwälte 20 Tage Zeit, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen.em/D________________________________________________Mehr dazu lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".