Vor einer Woche ist die 46-jährige Anila Kurçani bei einem Verkehrsunfall in der Vittorio-Veneto-Straße ums Leben gekommen. Bei einem Lokalaugenschein vor Ort haben Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser, die Spitze der Stadtpolizei und der Direktor des Gemeindeamtes für Mobilität am Dienstag nach Lösungen gesucht, um die Unfallstelle und die Zone zu entschärfen.<BR /><BR /><BR /><BR />Gemeinsam mit Ivan Moroder, Direktor des Gemeindeamtes für Mobilität, Fabrizio Piras, Kommandant der Stadtpolizei, sowie Roberto Tinaglia, Verantwortlicher der Dienststelle für Verkehrspolizei und Unfallerhebungen bei der Stadtpolizei, machte sich Ramoser gestern ein Bild der Lage vor Ort.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1309428_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Der Straßenbereich vor dem Grieserhof befand sich bisher nicht auf der Liste der gefährlichen Kreuzungen der Stadt. Wir haben aber festgestellt, dass der Bereich sehr verkehrslastig und somit gefährlich ist, vor allem für die Radfahrer“, erklärte die Stadträtin für Mobilität am Dienstag.<BR /><BR /><BR />Man habe gemeinsam beschlossen, die Schmiedgasse für Radfahrer künftig in beide Richtungen zu öffnen. „Aktuell befindet sich dort ein Einbahnverkehr von der Vittorio-Veneto-Straße zum Grieser Platz“, erklärte Ramoser. Vorgesehen sei auch die Installation von zwei sogenannten liegenden Polizisten. An der Kreuzung selbst, wo der Unfall am vergangenen Mittwoch geschah, seien dagegen keine Änderungen geplant.<BR /><h3> „Es wird keine Einschränkung des Schwerverkehrs geben“</h3><BR />Eine von mehreren Seiten geäußerte Forderung betrifft die Einschränkung des Schwerverkehrs zu den Stoßzeiten. „Das ist ein sehr delikates Thema“, meinte Ramoser dazu. „Wenn man die Durchfahrt in einer Straße verbietet, nimmt der Schwerverkehr dafür in anderen Straßen zu“, betonte die Mobilitätsstadträtin. <BR /><BR /><BR />Sie traf sich gestern zum Thema mit den Wirtschafts- und Transportverbänden. „Wir haben uns darauf geeinigt, keine Einschränkung des Schwerverkehrs einzuführen“, unterstrich die Stadträtin. Stattdessen setze man auf verstärkte Kontrollen und eine Sensibilisierungskampagne für alle Verkehrsteilnehmer. „Zudem werden wir beim Land um Beiträge für die Anbringung der Plakette 'Toter Winkel' am Lkw anfragen“, kündigte Ramoser an.<BR /><BR /><BR />Nur einige hundert Meter weiter östlich, am Mazziniplatz, beginnen die Arbeiten für die Neugestaltung der gefährlichen Kreuzung zwischen Italienallee und Freiheitsstraße im Juni, wie Ramoser gestern bekanntgab.<BR /><BR />Wie berichtet wurde die 46-jährige Anila Kurçani vor einer Woche von einem Lkw erfasst und starb noch an der Unfallstelle; die Bestattung findet heute statt. Die Ermittlungen zur Unfalldynamik, die zunächst die Stadtpolizei aufgenommen hatte, sind mittlerweile an die Staatsanwaltschaft übergegangen.