Ein tragischer Vorfall in Pfunds (Nordtirol) erinnert Wanderer und Almbesucher daran, wie wichtig das richtige Verhalten in der Nähe von Weidetieren ist: Am Montagabend wurde ein 63-jähriger Mann von einem Stier attackiert und tödlich verletzt ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/nordtirol-63-jaehriger-auf-weide-von-stier-attackiert-toedlich-verletzt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">wir haben berichtet</a>).<BR /><BR />Der Mann hatte zuvor gemeinsam mit seinem Bruder den Stier und zwei Kühe auf eine eingezäunte Wiese getrieben. Als der Bruder für rund 20 Minuten ins Dorf ging, kehrte er zurück und fand den 63-Jährigen am Boden liegend.<BR /><BR />Der 63-Jährige erlag trotz Reanimationsversuchen der Rettungskräfte noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen. Der aggressive Stier wurde nach Rücksprache mit einem Tierarzt von einem Jäger erlegt.<h3> Kühe und Stiere – was man wissen sollte</h3>Nicht alle Rinder tragen Hörner: Manche Tiere sind genetisch hornlos, andere wurden enthornt. Sowohl Kühe als auch Stiere können Hörner haben. Kühe verteidigen sich instinktiv, wenn sie sich oder ihre Herde bedroht sehen. Besonders gefährlich kann es werden, wenn Mutterkühe ihre Kälber bei Fuß haben – Stiere in der Herde gelten als Beschützer dieser Tiere.<BR /><BR />Auch Kühe, vor allem solche mit Kälbern, verteidigen ihre Herde. Daher gilt immer: Weidetiere sind keine Kuscheltiere, die Alm ist kein Streichelzoo und kein Selfie-Hotspot. Hunde sind an die Leine zu nehmen. Es ist unbedingt und immer ein Respekt- bzw. Sicherheitsabstand einzuhalten.<BR /><BR />Jungtierherden sind neugierig und bewegungsfreudig, aber meist nicht aggressiv. Klassische Milchkuhherden sind an Menschen gewöhnt und in der Regel friedlich, brauchen jedoch auch ihre Ruhe.<h3> 10 Regeln für sicheres Verhalten auf der Alm</h3>Um Begegnungen mit Weidetieren gefahrlos zu gestalten, empfehlen das Ressort für Landwirtschaft, der Südtiroler Bauernbund, HGV und LTS folgende Verhaltensregeln:<BR /><BR /><embed id="dtext86-71867632_listbox" /><BR /><h3> Gefahrensignale erkennen</h3>Sicherheitsfachleute raten, auf bestimmte Signale besonders zu achten:<BR /><BR />Das Tier fixiert Sie.<BR /><BR />Das Tier senkt seinen Kopf – ein deutliches Warnsignal, dass es bereit ist, anzugreifen. In diesem Fall sollte man sofort Abstand gewinnen.<BR /><BR /><i>Bereits im Jahr 2020 hat sich STOL-Reporter Ivo Zorzi auf der „Borting Alm“ am Karerpass über das richtige Verhalten erkundigt.</i><BR /><BR /> <video-jw video-id="mYkGIfaO"></video-jw>