Montag, 06. Januar 2020

Nach Unfall in Luttach: Demo für Verkehrssicherheit in Rom geplant

Nach dem Unfalltod 6 junger deutscher Urlauber in Luttach am Sonntag und weiteren schweren Autounfällen in der jüngeren Vergangenheit machen sich nun Verbände für mehr Sicherheit auf den italienischen Straßen stark. Geplant ist eine Großkundgebung am 23. Februar in Rom, um mehr Initiativen zur Vorbeugung von Verkehrsunfällen zu fordern.

6 Menschen mussten in Luttach ihr Leben lassen.
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6 Menschen mussten in Luttach ihr Leben lassen. - Foto: © DLife

An der Demonstration wollen sich unter anderen Radfahrerverbände und Organisationen beteiligen, die Familien der Opfer von Verkehrsunfällen vertreten. „Wir fordern von den Institutionen einen außerordentlichen Einsatz für mehr Sicherheit auf den Straßen. Dieses Blutbad muss ein Ende finden“, sagten die Initiatoren des Protests.

Im ersten Halbjahr 2019 wurden 1.505 Tote auf den italienischen Straßen gemeldet, das sind 1,3 Prozent mehr gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018, geht aus dem letzten Bericht des Statistikamts Istat hervor. Die zunehmende Zahl an Todesopfern ist vor allem dem Anstieg der tödlichen Verkehrsunfälle auf den Autobahnen (plus 25 Prozent) zuzuschreiben.

Auf städtischen Straßen kam es dagegen zu einem Rückgang von drei Prozent. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten sank um 1,3 Prozent auf 82.048. 113.765 Personen wurden bei Unfällen verletzt.

Besonders schwierig ist die Lage in Rom, wo im Gesamtjahr 2019 120 Verkehrstote gemeldet wurden, darunter 43 Fußgänger. Für Aufsehen sorgte Ende Dezember ein tragischer Unfall, bei dem zwei 16-Jährige beim Überqueren einer stark befahrenen Straße in der Nacht von einem 20-Jährigen überfahren wurden. Der junge Mann, der positiv auf Alkohol und Drogen getestet wurde, wurde unter Hausarrest gestellt. Wegen Drogen am Steuer war ihm bereits der Führerschein entzogen worden.

apa/stol