Mittwoch, 18. August 2021

Nach Unwetterchaos: Lokalaugenschein in Pflersch

Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Schuler haben sich am Mittwoch bei einem Lokalaugenschein im Pflerschtal über den Fortgang der Aufräumarbeiten nach dem Unwetter informiert.

Lokalaugenschein nach dem Unwetterereignis vom Montagabend in Pflersch (v.li.): Landeshauptmann Kompatscher, Bürgermeister Alber, Bevölkerungsschutzlandesrat Schuler
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Lokalaugenschein nach dem Unwetterereignis vom Montagabend in Pflersch (v.li.): Landeshauptmann Kompatscher, Bürgermeister Alber, Bevölkerungsschutzlandesrat Schuler - Foto: © LPA
Landeshauptmann Arno Kompatscher und Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler haben sich ein Bild von den Aufräumarbeiten nach den Unwetterschäden im Pflerschtal verschafft; begleitet wurden sie dabei vom Bürgermeister der Gemeinde Brenner Martin Alber.

„Wenn wir uns das Ausmaß des Schadens auch knapp zwei Tage nach dem Ereignis ansehen“, unterstreicht Landesrat Schuler, „wird erst bewusst, dass in der Dunkelheit die Gefahren kaum abzuschätzen sind. Unsere Einsatzkräfte gehen dabei mit der nötigen Vorsicht und Weitsicht vor und wissen aus Erfahrung, dass es gilt, den richtigen Moment abzuwarten und erst bei Tagesanbruch Maßnahmen zu ergreifen. Hier muss, auch jetzt bei den Aufräumarbeiten, den Naturgewalten der nötige Respekt entgegengebracht werden, damit keine Menschenleben in Gefahr sind.“

Landeshauptmann Kompatscher äußerte seine Zufriedenheit über das zügige Fortschreiten der Aufräumarbeiten. Nun gelte es zu zu entscheiden, welche mittel- und langfristigen Sicherungsmaßnahmen es zusätzlich braucht. „Ein großer Dank geht an alle Einsatzkräfte und an alle beteiligten Betriebe“, unterstrich der Landeshauptmann.

Am Montagabend (16. August) hatten sich im Pflerschtal bei gewittrigem Starkregen innerhalb weniger Stunden bis zu 90 Liter pro Quadratmeter Niederschlag ergossen.

In erster Linie hat der Einstoß eines Murgangs beim Toffringerbach in den Pflerscherbach Probleme bereitet. Der Pflerscherbach wurde dort rückgestaut und aus seinem Bett gedrängt, die Straße nach Innerpflersch wurde unterbrochen (siehe Pressemitteilung vom 17. August).

Aufräumarbeiten laufen weiter

Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz hat gestern bei Tagesanbruch mit den Aufräumarbeiten mit Vorarbeiter Otto Gruber und seiner Mannschaft begonnen. Heute wurden die Arbeiten fortgesetzt, berichtet Amtsdirektor Alexander Pramstraller: Im Valmingbach läuft die Räumung des Beckens, im Pflerscherbach auf der Höhe des Hotels Alpin wurden drei Bagger für die Räumungsarbeiten eingesetzt, gegenüber vom Hotel Feuerstein räumen die Wildbachverbauer den Tribulaunbachgraben.

Schwerpunkt bleibt die Materialablagerung im Einstoß des Toffringerbachs in den Pflerscherbach, wo durch die Freilegung des Beckens die Durchgängigkeit wiederhergestellt wird, dabei kommen vier Bagger und ein Lastkraftwagen zum Einsatz. In dieser und der kommenden Woche setzt die Wildbach-Mannschaft die Räumungsarbeiten im Schreyerbach im Bereich der Talstation in Ladurns und im Röckgraben fort.

Im STOL-Interview sprach Bürgermeister Alber über die Lage am Tag danach und die schwierigen Aufräumarbeiten.

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lpa/stol

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