Freitag, 26. Januar 2018

Nach Zugunglück in Italien: Gleisverkehr rollt teilweise wieder

Am Tag nach dem schweren Zugunglück in Norditalien sind Teilstrecken für den Verkehr freigegeben worden. Auf zwei der vier Gleise der Strecke Mailand-Brescia fuhren am Freitag wieder Züge – jedoch mit durchschnittlich 30 Minuten Verspätung, wie die zuständige Bahngesellschaft Rete Ferroviaria Italiana (RFI) mitteilte.

Die Ursache für den Unfall soll Strukturversagen gewesen sein.
Die Ursache für den Unfall soll Strukturversagen gewesen sein. - Foto: © LaPresse

Am Donnerstag waren drei Menschen gestorben, nachdem ein voller Regionalzug nahe Pioltello, einer Vorstadt Mailands, entgleist war. Mehrere Dutzend weitere Fahrgäste wurden verletzt. Die Ursache für den Unfall soll „Strukturversagen“ gewesen sein: Ingenieure fanden etwa 2,5 Kilometer vor der Unfallstelle ein 23 Zentimeter langes Gleisstück, das sich von der Schiene gelöst haben soll. STOL hat berichtet 

Die Staatsanwaltschaft werde wahrscheinlich Ermittlungen gegen einige RFI-Manager und Ingenieure sowie Vertreter des Bahnbetreibers Trenord aufnehmen, hieß es. Der Unfall hat in Italien eine Debatte über die Sicherheit im Zugverkehr neu entfacht. Kritiker klagen bereits seit einiger Zeit über den schlechten Zustand von Pendlerzügen, die oft veraltet, unsauber und unpünktlich sein sollen.

dpa

stol