Mittwoch, 16. November 2016

Nach zweiter Bombe: Evakuierungszone jetzt größer

Eine Fliegerbombe, 500 Kilogramm schwer, gefunden in der Brixner Industriezone, sollte am kommenden Sonntag entschärft werden. Nun kam überraschend ein weiterer Bombenfund hinzu. Die Entschärfung am Sonntag betrifft nun mehr Bürger als zuerst angenommen.

Die zwei US-Bomben werden am Sonntag entschärft.
Badge Local
Die zwei US-Bomben werden am Sonntag entschärft.

Wie das Regierungskommissariat in einer Aussendung am Mittwoch mitteilt, wird nach dem zweiten Bombenfund der Evakuierungsradius erhöht. Anstatt 900 Meter sollen es nun 1100 Meter sein. Alle betroffenen Bürger müssen ihre Häuser verlassen. Jene Bürger, die in der Zone 1100 bis 2000 Meter vom Fundort entfernt wohnen, dürfen zuhause bleiben – allerdings müssen sie sich an die Hinweise der Gemeinden halten. Die Stromversorgung wird zudem unterbrochen.

Wie berichtet, war vor rund 10 Tagen eine US-Fliegerbombe in der Brixner Industriezone gefunden worden. Fundort war nahe der Kläranlage. Rund eine Woche nach dem Fund wurde in derselben Zone wieder eine Bombe entdeckt. Auch dieser Sprengkörper stammte aus den USA und ist 450 Kilo schwer. Die beiden Bomben sollen in einer gemeinsamen Entschärfungsaktion am Sonntag, 20. November gesichert werden.

So läuft die Entschärfung:

6 bis 7.30 Uhr: Evakuierung der Bevölkerung im Umkreis von 1100 Metern: Die Bürger können in die Berufsschule „Tschuggmal“ gehen und sich dort über den Stand der Arbeiten informieren. Ein Shuttledienst steht zur Verfügung.

7.15 bis 11.45 Uhr: Sperre der Autobahn zwischen Brixen/Vahrn und Klausen/Gröden

Ab 7.30 Uhr: Sperre der Brennerstaatsstraße und der Landesstraßen Albions, 144 Gereuth, Klausen/Villnöss/Brixen

7.45 Uhr bis 11.45 Uhr: Bahnverkehr unterbrpchen

7.45 Uhr: Warnung der Bevölkerung durch Sirenenton (eine Minute an- und abschwellender Heulton)

7.45 bis 11.45 Uhr: Entfernen der Zünder: Sollten Schwierigkeiten auftreten und es notwendig werden, die Bomben vor Ort zu sprengen, werden die Arbeiten – und die Evakuierung – bis 17 Uhr andauern. Auch die A22 bleibt solange gesperrt.

Danach: Die entschärften Bomben werden nach Stilfes transportiert. Dort werden sie gesprengt. In Stilfes ist eine Evakuierung im Umkreis von 500 Metern vorgesehen. Davon ist allerdings niemand betroffen.

Die Luftfahrtbehörde hat ein Flugverbot für den Luftraum über der gesamten Sperrzone erlassen.

stol

stol