In Meran wird in einem noch auszuwählenden Pilotviertel die Nachbarschaftskontrolle, ein Instrument zur Verbrechensprävention und zur Förderung der bürgerlichen Verantwortung, in der Praxis getestet. <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/meran-nachbarschaftskontrolle-kommt-buerger-muessen-keine-sheriffs-sein" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet.)</a><BR /><BR /><i>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab!</i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="246104" data-mode="poll"></div></div> <BR /><BR /> <a href="https://tools.pinpoll.com/embed/246104" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Sollte sich die Umfrage auf Ihrem Gerät nicht automatisch öffnen, können Sie auch abstimmen, indem Sie auf diesen Link klicken.</a><BR /><BR />„Die Nachbarschaftskontrolle zielt darauf ab, ein größeres Bürgerbewusstsein und ein Gefühl der Solidarität in der Bevölkerung zu fördern, was dazu beitragen wird, die Ordnung und den Anstand in unserer Stadt aufrechtzuerhalten sowie soziales Unbehagen zu vermeiden oder zu beheben“, erklärten Bürgermeister Dal Medico und Stadtrat Zaccaria.<h3> „Werden von Mitbürgern nicht verlangen, Sheriffs zu sein, oder Patrouillen durchzuführen“</h3>„Wir werden von unseren Mitbürgern nicht verlangen, Sheriffs zu sein, Patrouillen durchzuführen oder Heldentaten zu vollbringen, sondern vielmehr die Aufmerksamkeit zu erhöhen, sich dessen bewusst zu sein, was um sie herum geschieht, und mit der Gemeinde und den Ordnungskräften zusammenzuarbeiten, um Verbrechen zu verhindern, aber auch und vor allem, um Fehlverhalten wie illegale Müllentsorgung oder ,wildes‘ Parken oder soziale Notfälle wie etwa die Anwesenheit von Obdachlosen oder Menschen in großer Not auf den Straßen und Plätzen von Meran zu melden“, fügte Dal Medico hinzu.<BR /><BR />„Wir sehen in dieser Ankündigung mehr ein taktisches Manöver vor den Landtagswahlen als ein echtes Instrument, um für mehr Sicherheit zu sorgen“, meinen hingegen die Grünen. <BR /><BR />Die Grünen bemängeln zudem, dass es noch völlig unklar sei, wie die Nachbarschaftskontrollen ablaufen sollen. „Wer kann sich als Freiwilliger melden? Wie werden diese Menschen geschult? Welche Rolle übernimmt der ,lokale Koordinator‘ bei der ,Sichtung und Überprüfung‘ der verschiedenen Fälle, die gemeldet werden? Ist das nicht Aufgabe und Zuständigkeit der Polizeikräfte? Wieso rechtswidrige Vorfälle nicht direkt den Ordnungskräften melden oder den Dienst gegen illegale Müllablagerungen ausbauen?“, fragen die Grünen. <BR /><BR />Zudem werde das Problem, dass das Korps der Stadtpolizei unterbesetzt sei, nicht mit Nachbarschaftskontrollen behoben, fügen die Grünen hinzu.<h3> Denunziantentum: „Ungute Erfahrungen aus Pandemie-Zeiten“</h3>Die Grünen sehen „eine Gefahr zum gegenseitigen Denunzieren und verweisen auf ungute Erfahrungen in der Pandemie-Zeit, die nicht zu mehr Zusammenhalt, sondern zu größerer Spaltung in der Gesellschaft geführt haben“. „Statt sich auf ein völlig neues Terrain zu begeben und die Verwirrung bezüglich Zuständigkeiten noch zu erhöhen, sollten die Akteure, die sich mit viel Engagement für Solidarität, Rechtsstaatlichkeit und Integration einsetzen – wie beispielsweise Stadtviertelräte, Beiräte, soziale, kulturelle und Jugendvereine – stärker und effizienter unterstützt werden“, fordern die Grünen.<BR /><BR />Bürgermeister Dario Dal Medico verteidigt die Nachbarschaftskontrollen. Da werde nichts Neues erfunden. „Die Nachbarschaftskontrollen werden italienweit in 500 Gemeinden praktiziert. Dazu gibt es ganz präzise Richtlinien. Wir sind dabei, mit dem Regierungskommissariat das Einvernehmensprotokoll zur Verhinderung von Straftaten und kriminellen Verhaltens sowie zur Sensibilisierung der Bürger zu zivilisiertem Verhalten zu vereinbaren“, sagt Dal Medico.