Südtirols Gemeinden rüsten sich für den Endspurt bei der Bettennachmeldung. Eine Umfrage zeigt, wie das Endergebnis ausfallen dürfte. <BR /><BR /> 10.000 Betten und mehr waren erwartet worden, seit ab Jänner gastgewerbliche Betriebe so viele Betten nachmelden dürfen wie sie an einem beliebigen Tag im Jahr 2019 Nächtigungen aufwiesen. <BR /><BR /> Weil die Nachfrage mau war, wurde die Frist im März auf Ende Juni verlängert. Selbst wenn in den letzten 14 Tagen noch einiges dazukommt, bleibt laut HGV-Chef Manfred Pinzger das „blaue Wunder“ aber aus. <h3> „Das ist eindeutig wenig“</h3> In <b>Bozen</b> wurden bis dato 89 Betten nachgemeldet. „Und das ist bei über 5000 bestehenden Betten eindeutig wenig“, sagt Stadträtin Johanna Ramoser. Alle Anträge kamen von Hotels, keine von Privatzimmervermietern. „Die haben in Bozen erst in den letzten Jahren stark zugenommen“, so Ramoser. Wer 2019 aber noch nicht am Markt war, darf nichts nachmelden.<BR /><BR />366 Nachmeldungen wurden in <b>Brixen</b> eingereicht. „Und zwar von 260 Betrieben, weshalb mir die Zahl 366 sehr verhalten erscheint“, sagt Bürgermeister Peter Brunner. Die meisten Betten wurden mit 137 vom Urlaub am Bauernhof-Betrieben beantragt, 143 von Hotels, 66 von Residences und nur 20 von Privatzimmervermietern. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="907828_image" /></div> <BR /><BR />Die Tourismushochburg <b>Meran</b> vermeldet bisher 276 nachgemeldete Betten. Wie in Bozen entfällt der Löwenanteil mit 256 Betten auf Hotels. Nur magere 12 Betten wurden von Privatzimmervermietern, gar nur 8 von Urlaub am Bauernhof-Betrieben beantragt. „Alles läuft sehr ruhig ab“, heißt es in Meran. Allemal seien 276 Betten weniger, als erwartet.<BR /><BR />Was viel und was wenig ist, kann die Geister scheiden. In <b>Wolkenstein</b> gingen bisher 571 Nachmeldungen ein. Das klingt ordentlich, doch hatte Bürgermeister Roland Demetz „das Doppelte“ erwartet. Nur 27 Prozent der Betriebe hätten Anträge gestellt. „Wolkenstein hat 8000 Betten, die in den letzten 10 Jahren nur um 0,2 Prozent pro Jahr zugenommen haben. Die Nachmeldungen wurden überschätzt“, meint Demetz.<BR /><BR />In <b>Bruneck</b> wurden sind 33 Ansuchen in Bearbeitung, 18 wurden abgelehnt, es behängt ein Rekurs. „Unterm Strich sind es 245 Betten“, berichtet Bürgermeister Roland Griessmair. „264 Betten beantragt“, vermeldet Bürgermeister Thomas Summerer aus <b>Sexten</b>. 199 Anträge stellten Hotels, 50 Privatzimmervermieter und 15 vom Urlaub auf dem Bauernhof-Betriebe. 96 Betten wurden in <b>Pfalzen</b> nachgemeldet: 64 von Hotels, 30 von Privatzimmervermietern. „Sehr überschaubar“, sagt Bürgermeister Roland Tinkhauser.<h3> „Viele haben sich umsonst aufgeregt“</h3>Überschaubar geht es auch in <b>Prettau</b> zu: „4 Betriebe haben 26 Betten beantragt“, so Bürgermeister Robert Alexander Steger. In <b>Schlanders</b> wurden bisher nur 22 Betten nachgemeldet, und zwar 16 von einem Hotel und 6 von 3 Zimmervermietern. „Leider Gottes schließen bei uns mehr Betriebe zu als auf“, meint Bürgermeister Dieter Pinggera.<BR /><BR />Bei diesem Trend könnte es laut Landesrat Arnold Schuler sogar zu einer Reduzierung der Nächtigungsmöglichkeiten gegenüber 2019 kommen. „Wer laut Lizenz zum Beispiel 70 Betten hat, aber 2019 am Stichtag 90 Nächtigungen, darf 20 Betten nachmelden. Tun das viele nicht, geht die Zahl zurück: Couch zählt nicht mehr. Es gilt nur mehr die Lizenz“, so Schuler. Man dürfe die letzten 14 Tage aber nicht unterschätzen. „Da kommt noch einiges.“ <BR /><BR />Das meint auch Manfred Pinzger. Laut HGV sei man derzeit auf 2500 nachgemeldeten Betten, insgesamt 5000 könnten es werden. „Doch auch dies ist kein Boom. Da haben sich viele umsonst aufgeregt.“<BR /><BR />