Donnerstag, 24. Juni 2021

Nacht auf Schutzhütte: Wer keinen Green-Pass hat, darf zum Nasenflügeltest

Viele der Südtiroler Schutzhütten sind bereits in die Sommersaison gestartet, einige weitere folgen in den nächsten Wochen. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat sich am Mittwoch mit den Verantwortlichen des CAI (Club Alpino Italiano) über Herausforderungen im Zusammenhang mit den Covid-19-Schutzmaßnahmen ausgetauscht. Mit dem Corona Pass ist eine Vollauslastung auf den Hütten wieder möglich. Wer auf der Hütte übernachten möchte, aber keinen Pass vorzeigen kann, hat die Möglichkeit, vor Ort einen Nasenflügeltest zu machen.

Wer auf der Hütte übernachten möchte, aber keinen Pass vorzeigen kann, hat die Möglichkeit, vor Ort einen Nasenflügeltest zu machen. Im Bild das Becherhaus, die höchstgelegene Schutzhütte Südtirols.
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Wer auf der Hütte übernachten möchte, aber keinen Pass vorzeigen kann, hat die Möglichkeit, vor Ort einen Nasenflügeltest zu machen. Im Bild das Becherhaus, die höchstgelegene Schutzhütte Südtirols. - Foto: © Becherhaus.com
In Südtirol gibt es 54 Schutzhütten, 26 davon befinden sich in Landeseigentum, 12 Hütten werden vom AVS (Alpenverein Südtirol), 16 vom CAI geführt.

„Es ist nun wieder möglich, die Übernachtungskapazität zu erhöhen und eine volle Auslastung zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist bis zum 1. Juli das Vorweisen des Corona Pass, danach gilt der Green Pass“, informiert Landeshauptmann Kompatscher. Wer auf der Hütte übernachten möchte, aber keinen Pass vorzeigen kann, hat die Möglichkeit, vor Ort einen Nasenflügeltest zu machen. „Diese Ausnahmeregelung fällt unter die besonderen Umstände, in denen die Nasenflügeltests weiterhin zum Einsatz kommen“, sagt Kompatscher. Auch für den Schulbeginn im Herbst sei wiederum ein Screening mit Nasenflügeltests eingeplant.

Im Gespräch mit Präsident Carlo Alberto Zanella, Vizepräsident Claudio Sartori und Geschäftsführer Francesco Ramini ging der Landeshauptmann zudem auf die Erleichterung im Hinblick auf die Busnutzung für organisierte Mitgliederausflüge ein. Diese sei nun ebenfalls wieder bei voller Auslastung möglich. Auch hier reicht das Vorweisen des gültigen Corona Pass bei der Anmeldung aus. „Im öffentlichen Nahverkehr hingegen besteht weiterhin die Beschränkung auf eine maximale Auslastung von 80 Prozent der Sitzplätze“, erinnert Kompatscher.

Die CAI-Vertreter Zanella und Sartori haben mit dem Landeshauptmann zudem über die außerordentlichen Bau- und Sanierungsarbeiten an den Schutzhütten gesprochen. Auch hier sei eine 80prozentige Unterstützung durch das Land von Nöten, so wie es bereits bei den ordentlichen Instandhaltungsarbeiten der Fall sei, gaben die CAI-Vertreter zu bedenken. In den nächsten zehn Jahren sieht des Bautenprogramm im Hinblick auf die Schutzhütten des CAI Investitionen in Höhe von über fünf Millionen Euro vor, weitere vier Millionen sind für die AVS-Schutzhütten eingeplant. Von besonderem Interesse für den CAI sind dabei die Arbeiten an der Plosehütte. Diesbezüglich hat Landeshauptmann Arno Kompatscher darauf verwiesen, dass es einer sorgfältigen Bewertung mit der Finanzabteilung bedürfe. Zudem sei auf das Ergebnis der Verhandlungen mit Rom zur Rückerstattung der vom Staat dem Land geschuldeten Beträge zu warten.

Lesen Sie hier, wo die Nasenflügeltests auch nach Einführung des EU-Passes am 1. Juli sonst noch zum Einsatz kommen.

lpa/stol