Dienstag, 25. August 2015

Nacht im Becherhaus: Retter bringen Verunglückte ins Tal

Am Montagnachmittag ist eine Urlauberin am Signalgipfel in den Stubaier Alpen verunglückt. Wegen des schlechten Wetters konnten die Rettungskräfte die Frau nicht zu Tal bringen. Sie verbrachte die Nacht am Becherhaus.

Die Verletzte wurde abtransportiert. Foto: BRD Ridnaun
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Die Verletzte wurde abtransportiert. Foto: BRD Ridnaun

Zum Unglück kam es gegen 15 Uhr: Eine deutsche Urlauberin stürzte am Signalgipfel auf 3395 Meter. Ihre Begleiterin stieg zum Becherhaus ab und schlug Alarm. „Der Wirt des Becherhauses ist gleich zur Verunfallten aufgestiegen und hat die Erstversorgung vorgenommen“, berichtet der Bergrettungsdienst Ridnaun. 

Der BRD rückte mit 18 Mann zum Einsatz aus. 

Zu Fuß zum Becherhaus

Doch: Wegen des schlechten Wetters konnten die Rettungskräfte vom Pelikan 2 nur bis zur Grohmannhütte geflogen werden. Den restlichen Weg zum Becherhaus nahmen die Bergretter und der Notarzt des Pelikan 2 zu Fuß in Angriff nehmen – mit kompletter Ausrüstung.

Als die Einsatzkräfte um kurz nach 20 Uhr am Becherhaus eintrafen, fanden sie eine Patientin vor, die stark unterkühlt war und eine Knöchelfraktur aufwies. Nach der Versorgung beschloss man, dass die 47-Jährige die Nacht am Becherhaus verbringen möge.

 

Die Rettung wurde auf den nächsten Tag verlegt. Foto: BRD Ridnaun

Die Rettung via Hubschrauber verschob man, in der Hoffnung auf bessere Wetterverhältnisse, auf Dienstagmorgen.

Patientin wird zu Tal gebracht

Doch auch am Dienstagmorgen präsentierten sich die Stubaier Alpen grau in grau. Ein Abtransport mittels Helikopter war nicht möglich. Um 7 Uhr morgens begannen die Retter deshalb, die Frau zu Fuß ins Tal zu bringen.

 

stol

stol