Freitag, 17. Juni 2016

Nacht mit Wetterwarnung: Die Lage am Morgen danach

Stunden vor Einbrechen der Nacht machte die Agentur für Bevölkerungsschutz ernst: Am Donnerstagabend rief sie die Aufmerksamkeitsstufe aus. Speziell in Ulten, im Passeiertal und im Wipptal war starker Regen erwartet und Muren sowie Steinschlag befürchtet worden. Die Lage am Morgen danach.

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Foto: © shutterstock

In der Nacht auf Freitag war in Südtirol mit kräftigen Regenschauern zu rechnen. „Eine Kaltfront wird über Südtirol hinwegziehen und für ergiebige Niederschläge sorgen“, erklärte Rudolf Pollinger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, im Gespräch mit Südtirol Online am Donnerstagabend. Mit 40 bis 80 Millimetern wurde gerechnet.

Laut Prognosen besonders betroffen: die Gegend rund ums Ultental, das Passeiertal und das Wipptal. Während es laut Berechnung zu keinem Hochwasser in großen Flüssen kommen sollte, war befürchtet worden, dass kleinere Bäche über die Ufer treten könnten. Auch Muren und Steinschlag seien möglich, hieß es. Aus diesem Grund rief die Agentur für Bevölkerungsschutz die Aufmerksamkeitsstufe aus.

70 Millimeter im Passeiertal

Tatsächlich kam der Regen – und das kräftig: Das Ulten- und das Passeiertal bekamen die größten Regenmengen ab.

 

Wie Dieter Peterlin, Meteorologe beim Landeswetterdienst, am Freitagmorgen online mitteilt, verzeichnete die Wetterstation Timmelsalm, unweit von Rabenstein, die höhsten Niederschlagswerte: 70 Millimeter. Auch in Ulten fiel der Regen kräftig aus: Die Wetterstation St. Weissbrunn bekam 60 Millimeter Niederschlag ab.

 

Hinterpasseier: Straße gesperrt

Im Hinterpasseier hatte der starke Niederschlag Folgen: Noch am Donnerstag wurde die nach Rabenstein im Bereich der provisorischen Brücke unterhalb des Dorfes aufgrund des Unwetters am Donnerstagabend gesperrt. Laut Bürgermeister Gothard Gufler bestand die Gefahr, dass die provisorische Brücke von der stark angeschwollenen Passer mitgerissen werden könnte. Auch am Freitagmorgen gingen in Hinterpasseier, sowie im gesamten Burggrafenamt, noch einige Gewitter nieder.

Foto: Landeswetterdienst

 

In den restlichen Landesteilen verlief die Nacht zwar nass und gebietsweise stürmisch. Größere Einsätze und Schäden wurden am Freitagmorgen allerdings nicht gemeldet.

stol

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stol