Samstag, 7. Mai 2022

Nachtleben im Stadtzentrum: Bozen und Trient tauschen sich aus

Gemeinderat Matthias Cologna traf kürzlich – zusammen mit Vertretern des Team Future und Volt – die Trientner Gemeinderätin Giulia Casonato, die von der dortigen Stadtregierung eine Beauftragung für den „Aufbau einer bewussten und lebendigen urbanen Lebensqualität und des Nachtlebens in der Stadt“ erteilt bekommen hat.

Matthias Cologna, Gemeinderat der Stadt Bozen und Giulia Casonato, Gemeinderätin der Stadt Trient. - Foto: © Team K

„Ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem Wunsch nach Zusammenkunft und Geselligkeit – was naturgemäß mit Lärm und Gedränge einhergeht – und dem Recht auf Lebensqualität für diejenigen, die in der Nähe der Nachtlokale der Stadt wohnen, ist keine einfache Aufgabe, wie wir auch in Bozen gut wissen“, heißt es in einer Aussendung des Team K.

„Bozen hat es noch nicht geschafft, ein zufriedenstellendes Gleichgewicht zu finden, und zieht es vor, den einfachen, aber unfairen Weg zu gehen, siehe die Verordnungen des Bürgermeisters für den Obstmarkt. Mit großem Interesse und Freude habe ich mich deshalb mit meiner Kollegin Casonato getroffen, um herauszufinden, was die Stadt Trient unternimmt und was wir in Bozen versuchen und ausprobieren könnten“, sagt Gemeinderat Matthias Cologna.

Zwischen Mai und Juni wird die Stadtverwaltung von Trient damit beginnen, einige Stadtparks (Danteplatz, Solschenizyn-Park und Albere-Park) in den Abendstunden zu beleben. In allen 3 Parks werden verschiedene Akteure des dritten Sektors sowie Unternehmer und Ladenbesitzer beteiligt sein, die Veranstaltungen organisieren und Kioske für den Getränkeausschank betreiben können. Einmal in der Woche gibt es auch die Möglichkeit, bis 2 Uhr nachts auf dem Danteplatz Live-Musik zu hören.

Einrichtung einiger Kioske auf den Talferwiesen

Mit diesem Experiment wird versucht, den Bedürfnissen der Menschen jeder Altersgruppe gerecht zu werden, die in diesem Bereich arbeiten, aber auch den Bewohnern des Zentrums, für die das Nachtleben in ein weniger problematisches Gebiet verlagert wird. Es könnte auch eine Möglichkeit sein, einen wenig genutzten Raum zu pflegen und zu verbessern indem man aufzeigt, dass abendliche und sogar nächtliche Zusammenkünfte auch einen wichtigen sozialen Wert für die ganze Stadt haben können.

„Soziale Kontakte sind ein Bedürfnis, das im Interesse aller gehandhabt werden muss. Wir halten es daher für notwendig, mit neuen Ansätzen zu experimentieren: Die Einrichtung einiger Kioske auf den Talferwiesen mit Live-Musik in den Sommermonaten könnte es ermöglichen, diejenigen, die die Stadt auch nachts erleben wollen, besser und mit weniger Problemen zu verteilen“, schlägt Matthias Cologna vor.

„Es ist immer interessant, sich mit unterschiedlichen Realitäten auseinanderzusetzen, die eine ähnliche Dynamik und Dimension aufweisen, wie im Fall der beiden Hauptstädte. Gerade zu diesem Thema müssen wir viel reden, wenn wir Lösungen finden wollen. Unser Projekt ist ein Versuch, aber wir hoffen, dass es den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird und den Weg für neue Maßnahmen ebnet“, so die Trientner Gemeinderätin Giulia Casonato abschließend.


stol

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden