Donnerstag, 20. August 2015

Nachtrettung am Fünffinger

Zu einer besonderen Rettungsaktion ist es am Donnerstagabend in Gröden gekommen. Laut ersten Informationen waren zwei deutsche Alpinisten am Fünffinger in der Langkofelgruppe unterwegs, als sie am späten Nachmittag beim Abstieg in Schwierigkeiten gerieten.

Am Fünffinger (links im Bild) wurde am Donnerstag eine Bergungsaktion im Dunkeln nötig. (Foto: "D"/Egon Chisté)
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Am Fünffinger (links im Bild) wurde am Donnerstag eine Bergungsaktion im Dunkeln nötig. (Foto: "D"/Egon Chisté)

Die zwei Kletterer waren zwar unverletzt, fanden aber nicht mehr die richtigen Abseilstellen. Dahaer haben sie die Landenotrufzentrale kurz vor Einbruch der Dunkelheit alarmiert.

Es ging nun um Minuten, bevor die Dunkelheit eine eventuelle Rettung mit dem Hubschrauber nicht mehr erlaubt hätte.

Was den Einsatz zudem erschwerte war die Tatsache, dass die zwei Kletterer offensichtlich die Orientierung verloren hatten und nicht mehr ihre genaue Position feststellen und erklären konnten.

Sofort flog der Rettungshubschrauber des Aiut Alpin Dolomites mit zwei Bergrettern des Bergrettungsdienstes Gröden zur vermutlichen Stelle am Berg.

Leider wurde in der Zwischenzeit der Fünffinger vom Nebel umhüllt, sodass eine direkte Bergung nicht mehr möglich war.

Der Rettungshubschrauber musste zwei Bergretter viel tiefer absetzen. Diese mussten nun die deutschen Kletterer zu Fuß erreichen, was dann auch gelang.

Die Kletterer mussten dann im Dunkeln unter schwierigen Bedingungen sicher zu Tal begleitet werden. Der Einsatz war bei Redaktionsschluss noch im Gange.

pas

stol