In Südtirol liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 450 und hat damit bereits seit längerem die für die Nachverfolgung enger Kontakte Infizierter noch schaffbare Grenze überschritten. Die Arbeit der Betriebseinheit für die epidemiologische Überwachung hat letzthin sehr stark zugenommen. Die große Zahl an täglichen Neuinfektionen ist dann auch der Grund dafür, dass die entsprechenden Benachrichtigungen über Quarantäne und Isolation die betroffenen Personen zurzeit mit einer Verzögerung von 5 bis 6 Tagen erreichen.<BR /><BR />Der Südtiroler Sanitätsbetrieb appelliert deshalb an die Betroffenen – Personen, die positiv getestet wurden und deren engen Kontakte – verantwortungsbewusst mit ihrer Situation umzugehen und sich in Eigeninitiative in Quarantäne zu versetzen, bis sie die offizielle Benachrichtigung des Hygienedienstes mit allen notwendigen amtlichen Informationen erreicht.<BR /><BR /><b>Eine Inzidenz von 50 macht die Nachverfolgung nahezu unmöglich<BR /></b><BR />Je höher die 7-Tage-Inzidenz, desto schwieriger ist die Nachverfolgung von nahen Kontaktpersonen der Coronainfizierten, das so genannte Contact Tracing. So galt etwa während der vergangenen Corona-Welle in Deutschland das Contact Tracing bei einer Inzidenz von 50 als äußerst schwierig bis nahezu unmöglich: „Als Grenzwert, also jener Wert, ab dem die Gesundheitsämter eine Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr umfassend gewährleisten können, gilt, wie auch in anderen Kontexten der Pandemie, eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50“, schrieb etwa die Tageszeitung „Tagesspiegel“ in Berlin.<BR />