Dienstag, 12. Dezember 2017

Nächster Halt: „Staatsanwaltschaft“

Italiens Verbraucherschützer (Codacons) sind auf Trenitalia sauer. Aber so richtig sauer. Grund sind die wetterbedingten Verzögerungen, zu denen es am Montag auf den Bahnstrecken in Südtirol und dem Trentino gekommen ist. Am Dienstag hat Codacons-Präsident Carlo Rienzi eine Eingabe bei der Staatsanwaltschaft angekündigt.

100 Euro pro eine Stunde Verspätung fordern die Verbraucherschützer.
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100 Euro pro eine Stunde Verspätung fordern die Verbraucherschützer. - Foto: © APA/DPA

Der starke Schneefall sorgte vor allem am Montag für zahlreiche Verspätungen im Straßenverkehr. Allerdings nicht nur auf Bozens Zufahrtsstraßen, sondern auch im regionalen Schienenverkehr. Codacons spricht von „erheblichen Verspätungen“, „Schäden für die Passagiere“, vor allem aber von einem „Bahnchaos“.

Eine inakzeptable Situation, findet Codacons-Chef Carlo Rienzi: „Das schlechte Wetter war seit Tagen angekündigt worden. Es kann doch nicht sein, dass es 2017 wegen Schnee und Eis zu Problemen im Schienenverkehr kommt“, ärgert sich Rienzi. Am Dienstag reicht Codacons deshalb bei den Staatsanwaltschaften von Bozen und Trient eine Eingabe ein.

Die Behörden sollen prüfen, wie es zu dieser Situation kommen konnte und ob es dafür Verantwortliche gibt. Darüber hinaus fordern die Verbraucherschützer die Region Trentino-Südtirol auf, Trenitalia zu sanktionieren. Und Trentitalia, so Codacons, sollte nicht nur das Geld für die Tickets der Passagiere erstatten, sondern jedem Reisenden – pro Stunde Verspätung – 100 Euro bezahlen.

stol

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