Freitag, 01. Juni 2018

Nächtliche Bergnot am Paternkofel

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag geriet eine siebenköpfige Gruppe von deutschen Bergsteigern in Bergnot. Sie waren vom Fischleintal in Richtung Paternkofel unterwegs. Mit ihrer spärlichen Ausrüstung schafften sie den vereisten Abstieg nicht mehr.

Der Pelikan 1 flog die 7 Männer ins Tal nach Sexten. - Foto: ct
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Der Pelikan 1 flog die 7 Männer ins Tal nach Sexten. - Foto: ct

Eine siebenköpfige Gruppe von jungen deutschen Alpinisten aus Duisburg brach am Donnerstag Vormittag von Sexten zu einer Bergtour auf. Sind wanderten aus dem Fischleintal kommend zur Zsygmondyhütte und weiter zum Büllelejoch. Von dort aus nahmen sie den Klettersteig, den sogenannten Friedensweg und gingen über die Bödenknoten zur Gamsscharte um von dort noch ihr Highlight des Tages, den Gipfel des 2744 Meter hohen Paternkofels zu erklimmen.

Immer wieder wurden sie von Schnee und abschüssigen eisigen Bergflanken behindert. Als sie den Gipfel erreichten war der Abend bereits fortgeschritten.

Schlechte Witterung den ganzen Tag über 

Schon den ganzen Nachmittag über waren sie von Schlechtwetter, Nebel und Regengüssen begleitet worden, der am Abend in Eisregen überging. Als sie sich auf den Abstieg vom Gipfel des Paternkofels hinunter zum Zinnen-Plateau machen wollten, hatten jungen Alpinisten schnell verstanden, dass mit ihrer mitgeführten spährlichen Ausrüstung nicht an einen derart gefährlichen Abstieg zu denken war. Die steilen mit meterhohem Schnee bedeckten Felsrinnen waren vereist und  waren ohne Pickel und Steigeisen nicht zu bewältigen.

Bei Einbruch der Dunkelheit setzten sie den Notruf ab. Die Bergrettung Hochpustertal fuhr zur Auronzohütte und wollte den 7 in Bergnot geratenen vom Paternsattel aus zu Hilfe kommen. Wenig später wurde auch die Bergrettung Sexten alarmiert. Diese forderten den Rettungshubschreiber Pelikan 1 an, der kurz nach 21.25 Uhr in Sexten eintraf und die Rettungskräfte bei stockfinsterer Nacht zum Paternkofel flog. Sie spürten die 7 Männer völlig durchnässt aber unversehrt auf.

Der Pelikan 1 flog sie ins Tal nach Sexten. Insgesamt standen 15 Bergrettungsmänner des BRD Hochpustertal und BRD Sexten sowie die Staatspolizei im Einsatz. Das dramatische Bergabenteuer endete für die deutschen Urlauber gegen 22.30 Uhr glimpflich.

stol/ct

 

stol