Freitag, 27. August 2021

Nächtliche Rettungsaktion im hinteren Ahrntal

Die Bergrettung Ahrntal musste am gestrigen Donnerstagabend zu einer Bergung an der Rötspitze auf 3495 Höhenmetern ausrücken. 2 Bergsteiger aus Deutschland waren vom schlechten Wetter überrascht worden. Die Rettungsaktion dauerte bis tief in die Nacht:

Bei starkem Schneefall stiegen die Bergretter mit den beiden deutschen Bergsteigern ins Tal ab.
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Bei starkem Schneefall stiegen die Bergretter mit den beiden deutschen Bergsteigern ins Tal ab. - Foto: © BRD Ahrntal
Die Bergretter wurden gegen 18.40 Uhr alarmiert: 2 deutsche Bergsteiger waren am Morgen über das Rotemann-Joch und die Westflanke zum Gipfel der Rötspitze aufgestiegen. Dort wurden sie von einem Schneesturm überrascht, sodass sie nicht mehr eigenständig ins Tal absteigen konnten.

Der Notarzthubschrauber Pelikan 2 nahm 2 Männer der Bergrettung auf und setzte sie auf knapp 3000 Metern ab, von wo die Männer zu Fuß weiter Richtung Gipfel aufstiegen. Jeweils 2 Zweiergruppen wurden außerdem von Prettau aus zur Unterstützung unterhalb des Rötsattels gebracht.



Gegen 20:30 Uhr trafen schließlich 2 Bergretter am Gipfel auf die beiden völlig erschöpften und unterkühlten Bergsteiger. Unterdessen zog ein immer stärkerer Schneesturm auf.

Weil eine Hubschrauberbergung wegen des schlechten Wetters unmöglich war, wurden die beiden Bergsteiger am Seil vom Grat herunter begleitet
und teilweise an Fixseilen abgeseilt.

Um 1 Uhr erreichten die Retter schließlich die Lenkjöchlhütte mit den völlig erschöpften und leicht verletzten Bergsteigern. Während diese die Nacht auf der Hütte verbrachten, stiegen die Männer der Bergrettung weiter ins Tal ab. Um 3.30 Uhr konnte der Einsatz offiziell beendet werden.

pho