Freitag, 07. Februar 2020

Nächtliche Seilbahn-Evakuierung in Stern

Den Ernstfall geprobt haben am Donnerstagabend die Einsatzkräfte im Gadertal. Bei einer Großübung wurden Fahrgäste aus der Gondelbahn Piz La Ila in Stern gerettet.

Ein Bergretter am Weg zur Kabine der Gondelbahn.
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Ein Bergretter am Weg zur Kabine der Gondelbahn. - Foto: © Denis Costa

Die Einsatz-Simulation wurde auf der bekannten Piz La Ila-Gondelbahn durchgeführt, die wegen der darunterliegenden Gran Risa-Piste bekannt ist, auf der jedes Jahr der Weltcup-Riesentorlauf der Herren ausgetragen wird. Im Rahmen des Einsatzszenarios wurden 30 Personen evakuiert, die aufgrund einer technischen Panne der Bahn in den Kabinen festsaßen.

Neben dem rein technischen Aspekt der Evakuierung wurde auch der Umgang mit gesundheitlichen Notfällen getestet, die für diese Art von Einsätzen typisch sind, wie z.B. Unterkühlung und Panikattacken.

Insgesamt 127 Männer und Frauen beteiligten sich an der Großübung, die vom Ortsstellenleiter der Bergrettung Alta Badia/Aiüt Alpinisc' Alta Badia koordiniert wurde. Vor Ort waren die Rettungsorganisationen Bergrettung CNSAS (Alta Badia, Wengen, Gröden), Weißes Kreuz, Feuerwehr, Carabinieri und das technische Personal der Liftgesellschaft.

Die Simulation des Einsatzes begann um 17.45 Uhr, nach der „Alarmierung“ begaben sich die Rettungskräfte unverzüglich vor Ort, kletterten auf die Seilbahnmasten um sich anschließend in die Kabinen abzuseilen.


Die eingesperrten Personen wurden dann angegurtet und abgeseilt, am Boden angekommen, wurden sie von der Feuerwehr und dem Liftpersonal zum Weißen Kreuz begleitet.

Die Übung ging um 20.15 Uhr mit der Rückkehr aller eingesetzten Einheiten zu Ende.

Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren konnte der bereits sehr effizienten Rettungs- und Katastrophenschutzdienst weiter verbessert werden, so das Fazit der Einsatzleitung nach der nächtlichen Großübung.

stol