<BR />Der Entscheidung waren Besichtigungen beider Flächen durch den Gemeinderat vorausgegangen. Wie berichtet, ist es unstrittig, dass das Georgianum mitten in St. Johann den Ansprüchen einer modernen Pflegeeinrichtung nicht mehr gerecht wird und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Die vorhergehenden Gemeindeverwaltungen von Ahrntal und Prettau – für deren Bürgerinnen und Bürger das Heim gedacht ist – haben sich für ein Grundstück im „Baumannfeld“ etwas oberhalb von St. Johann ausgesprochen und vom Land bereits eine Finanzierung von 60 Prozent des Grundstückpreises zugesichert bekommen. Doch das Gelände mit leichtem Gefälle zum Dorf war umstritten – vielen erschien es für ein Seniorenheim wenig geeignet.<BR /><BR /><embed id="dtext86-72508325_quote" /><BR /><BR />Die neue Gemeindeverwaltung aus SVP und „Liste Ahrntal – Fürs Toul“ hatte sich das Ziel gesetzt, die Standortfrage noch heuer zu klären. „Uns ist bewusst, dass dringender Handlungsbedarf besteht“, sagte Bürgermeister Markus Gartner im Gemeinderat. „Dass wir aktiv werden, sind wir nicht nur unseren Seniorinnen und Senioren schuldig, sondern auch dem Personal.“ <BR /><BR />Etwas näher am Dorf, oberhalb der Hauptstraße, wurde nun ein Alternativgrundstück gefunden. Dort soll – nach dem am Donnerstag einstimmig gefassten Beschluss des Gemeinderates – das neue Seniorenwohnheim entstehen. Laut Beschluss wird die Stiftung Seniorenheim Georgianum Bauherrin und Betreiberin. Sie soll sämtliche Landesbeiträge ausschöpfen und alle ihre verfügbaren Mittel, einschließlich des Wertes der bestehenden Immobilie, einbringen. Die Gemeinden Ahrntal und Prettau übernehmen den Rest – entsprechend ihrer Bettenbelegrechte. Ahrntal plant, zehn Jahre lang ein Viertel seiner Landes-Investitionsmittel zu reservieren, andere Vorhaben zurückzustellen und eine Erhöhung der Gemeindeabgaben nur als allerletzte Option zu sehen. Mehrere Räte befürworteten dies in ihren Wortmeldungen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-72508329_quote" /><BR /><BR />Die zuständige Gemeindereferentin Barbara Nöckler berichtete, dass man sich mit den Eigentümern prinzipiell einig sei. Nun folgen die Schätzung, die Rückabwicklung der Vereinbarungen zum „Baumannfeld“ sowie ein erneutes Ansuchen um einen Landesbeitrag. Danach stehen Bauleitplanänderung und Vorvertrag an. „Es ist uns ernst! Wir wollen schnell weitermachen und gemeinsam Schritt für Schritt an dem Neubau arbeiten“, sagte sie. Im Idealfall werden die Bauarbeiten noch in dieser Legislatur – also innerhalb 2030 – ausgeschrieben, „dann wäre der Bau im Jahr 2032 bezugsfertig“, sagt Markus Gartner.