Besonders dramatisch ist die Situation für eine Familie aus Mezzocorona, die in den vergangenen Tagen im Luxushotel Fairmont The Palm untergebracht war. <BR /><BR /><h3> Brand führte zu Einsturz der Zimmerdecke </h3> Nach ersten Informationen soll das Gebäude durch eine Drohne oder Trümmerteile einer Rakete getroffen worden sein. Infolge eines Brandes stürzte im Fünf-Sterne-Hotel ein Teil der Zimmerdecke ein – ausgerechnet in jenem Zimmer, in dem die Trentiner Familie untergebracht war, berichtet die Tageszeitung „L'Adige“ in ihrer heutigen Ausgabe. <BR /><BR />Zur Familie gehören der Vater, die im siebten Monat schwangere Mutter sowie ein Kleinkind. Verletzt wurde niemand, doch die Familie erlebte Momente großer Angst. Sie packte in aller Eile ihre Koffer und verließ das Hotel, um sich an einen sichereren Ort zu bringen. Derzeit ist sie außer Gefahr – die größte Sorge gilt nun der Heimreise.<BR /><h3> Reiseagentur in Kontakt mit Familie </h3> Lara Viola, Inhaberin der Reiseagentur „Idea Viaggi“ in Mezzocorona, steht seit Stunden in engem Kontakt mit ihren Kunden. Die Rückreise war ursprünglich für heute geplant. Doch zahlreiche Flüge wurden annulliert, der Luftraum zeitweise geschlossen. „Meine Kunden sind körperlich wohlauf, aber natürlich sehr erschüttert“, berichtet sie. „Noch kurz zuvor hatten sie eine wunderbare Urlaubswoche verbracht, dann hat sich innerhalb weniger Stunden alles verändert.“ Ein lokaler Ansprechpartner halte die Situation für sie im Blick, man bemühe sich um eine möglichst rasche Rückkehr nach Trentino.<BR /><BR />Nur knapp entkommen ist der frühere Abgeordnete und ehemalige Bürgermeister von Ossana, Giacomo Bezzi. Er war ebenfalls in Dubai und konnte wenige Stunden vor der Schließung des Luftraums nach Italien zurückkehren. „Es lag etwas in der Luft“, schildert er. Sein Hotel habe sich in unmittelbarer Nähe des betroffenen Hauses befunden. Auch seine Tochter lebt in Dubai und habe den ganzen Tag über Explosionen am Himmel gehört.<BR /><BR /><BR /><BR />Von einer angespannten, aber bislang kontrollierten Situation berichtet die Trentinerin Tiziana Corradini, die seit Jahren Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Trentino beim Aufbau ihrer Tätigkeit in Dubai begleitet. Mehrfach seien in den vergangenen Stunden Explosionen zu hören gewesen, auch über ihrem Wohngebiet. Tagsüber habe die Lage noch weniger bedrohlich gewirkt, doch in der Nacht sei die Stimmung eine andere. Am Himmel seien Leuchtspuren zu sehen gewesen, Drohnen seien abgefangen und zerstört worden.<BR /><BR /><BR />Gleichzeitig betont sie, dass die Vereinigten Arabischen Emirate großen Wert auf den Schutz der Bevölkerung legten. Bei Wetterwarnungen etwa würden die Menschen umgehend per Mobiltelefon informiert. In dieser Situation scheine jedoch auch die Regierung von der raschen Eskalation überrascht worden zu sein. Dubai selbst sei vermutlich kein direktes Ziel, vielmehr befänden sich in der Region sensible militärische Einrichtungen, die ins Visier geraten könnten. Die geografische Nähe zum Iran verstärke die Unsicherheit.<BR /><BR />Für viele Italienerinnen und Italiener – darunter auch mehrere aus dem Trentino – sind es Stunden des Wartens. Die Flughäfen sind überfüllt, zahlreiche Reisende hoffen auf Informationen über mögliche Rückflüge. Der Luftraum bleibt vorerst eingeschränkt, eine rasche Normalisierung ist nicht in Sicht.<BR /><BR />Für die Familie aus Mezzocorona zählt im Moment vor allem eines: möglichst bald sicher nach Hause ins Trentino zurückzukehren – dorthin, wo nach Stunden der Angst wieder Ruhe einkehren soll.