Donnerstag, 09. Juli 2015

Nals: Passanten retten in Auto eingesperrtes Kind

Eine Verkettung unglücklicher Umstände in Nals hat am Donnerstag durch den beherzten Einsatz von Passanten und Nachbarn ein gutes Ende genommen: Ein zweijähriges Kind war unabsichtlich alleine im Auto eingesperrt worden - in der prallen Sonne.

Symbolbild
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Symbolbild - Foto: © shutterstock

Es war gegen 12 Uhr, also zur heißesten Zeit des Tages, als eine Großmutter ihr zweijähriges Enkelkind in der Nähe der Tankstelle vor dem Nalser Dorfzentrum in den Kindersitz schnallte.

Wie genau es dann weiterging, ist noch unklar. Fest steht: Als die Frau die Tür schloss, lag der Autoschlüssel im Inneren des Fahrzeugs, und plötzlich aktivierte sich die Zentralverriegelung. Das Kind blieb alleine im abgeschlossenen Auto zurück.

Sofort rief die erschrockene Großmutter um Hilfe. Glücklicherweise waren schnell Passanten und Nachbarn zur Stelle: Mit einem Sonnenschirm hielten sie das Fahrzeug im Schatten, zudem kühlten sie das Auto mit kaltem Wasser aus Gartenschläuchen.

Feuerwehr schlägt Fenster ein

So warteten die Anwesenden auf das Eintreffen der von der Landesnotrufzentrale 118 alarmierten Feuerwehr von Nals. Die Wehrmänner schlugen sogleich ein Fenster ein und retteten das unter Schock stehende Kind nach etwa 30 Minuten im erhitzten Fahrzeug.

Auch der Rettungsdienst des Weißen Kreuzes Etschtal eilte vor Ort und untersuchte das Kleinkind. Aufgrund der schnellen Maßnahmen zur Kühlung des Fahrzeugs durch Nachbarn und Passanten aber konnte das Schlimmste abgewendet werden: Tatsächlich war das Kind "nur" leicht überhitzt und stand unter Schock - es musste nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Wären diese Kühlmaßnahmen nicht getroffen worden, hätte das Kind bereits nach zehn Minuten den Hitzetod erleiden können (STOL hat berichtet).

liz

stol