Nachdem am Dienstagmorgen eine Gewitterfront nahe der Startrampe zum Abbruch des Countdowns geführt hatte, gab es einige Stunden später Probleme mit einem Ventil am Space Shuttle. Der ursprünglich für Mittwoch um 7.10 Uhr mitteleuropäischer Zeit vorgesehene zweite Starttermin wurde daraufhin gestrichen. Ein neues Datum für das Abheben der „Discovery" vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gab es zunächst nicht. Das Problem werde untersucht, teilte die US-Weltraumbehörde NASA am frühen Abend (Ortszeit) mit.Bereits der Start der vorangegangenen Shuttle-Mission zur ISS war mehrmals verschoben worden. Die US-Raumfähre „Endeavour" konnte erst beim sechsten Termin Mitte Juli abheben. Zuvor musste der Countdown fünfmal wegen technischer Probleme und schlechten Wetters abgebrochen werden. Die Verzögerung betrug mehr als einen Monat.Ziel der neuen Mission STS-128 ist vor allem der Transport von Ausrüstungsgegenständen und wissenschaftlichen Geräten zur Raumstation. Zudem soll die NASA-Astronautin Nicole Stott ihren Kollegen Timothy Kopra als ständiges Mannschaftsmitglied der ISS ablösen. Die Reise ins All soll insgesamt 13 Tage dauern.Zur Besatzung der Raumfähre gehören sechs US-Astronauten sowie der Schwede Christer Fuglesang. Er fliegt für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS und wird dort auf seinen belgischen Kollegen Frank De Winne treffen. Dieser gehört seit Ende Mai zur Langzeitbesatzung der ISS. Insgesamt sind während der Mission drei Außeneinsätze der Shuttle-Astronauten vorgesehen. An zweien davon wird Fuglesang teilnehmen.dpa