Freitag, 16. April 2021

Nasenflügeltests auch an italienischen Schulen

Die Nachricht, italienische Schulen würden ihren Schülern auch ohne Nasenflügeltest den Unterricht in Präsenz erlauben, sorgte für Aufregung. Jetzt rudert der italienische Schulamtsleiter Vincenzo Gullotta zurück.

Wie in den deutschen werden auch in den italienischen Schulen Nasenflügeltests durchgeführt, erklärte Schulamtsleiter Vincenzo Gullotta.
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Wie in den deutschen werden auch in den italienischen Schulen Nasenflügeltests durchgeführt, erklärte Schulamtsleiter Vincenzo Gullotta. - Foto: © WK
Die Mitteilung hatte am Mittwoch und Donnerstag für Aufregung gesorgt: Da die Organisation der obligatorischen Nasenflügeltests nicht an allen italienischen Schulen durchzuführen sei, sollten dort vorerst dennoch alle Schüler in Präsenz teilnehmen dürfen.

Dies stieß vielerorts auf harsche Kritik: „Das Vorgehen ist absolut inakzeptabel“, sagte etwa SVP-Fraktionsvorsitzender Gert Lanz. Bildungslandesrates Philipp Achammer fahre in dieser Angelegenheit eine klare Linie, weshalb es auch nicht akzeptabel sei, dass die italienischen Schulen hier einen anderen Weg gingen.

Am Donnerstag war der italienische Schulamtsleiter Vincenzo Gullotta um Beruhigung und Aufklärung bemüht: „Die italienische Schule beteiligt sich am Screening-Projekt des Sanitätsbetriebes. Jede Schule ist bemüht, unter Berücksichtigung der korrekten Verfahrensabläufe und zum Schutz der Rechte der beteiligten Personen am Projekt mitzuarbeiten“, teilte Gullotta in einer Aussendung mit.

„Sämtliche Schulen aller Schulstufen müssen spezifische und konkrete Anforderungen erfüllen. Die Rundschreiben sorgen dafür, dass die verwaltungstechnischen Abläufe und die Einhaltung der Normen von allen Beteiligten auch zeitgleich eingehalten werden können.“

„Die italienische Schule in Südtirol war schon immer von einer Dialektik geprägt, die auf gegenseitiges Zuhören und Miteinbringung von Gedanken aufbaut. Durch diese Arbeitsweise kann jeder seine Überlegungen einbringen, die dann von allen mitgetragen werden können. In einem schwierigen Klima, können sich allerdings ungenaue oder missverständliche Mitteilungen entwickeln. Deshalb ist es wichtig, dass jeder die Aufgabe seiner Rolle ausführt, damit ein konstruktives Klima und gegenseitiges Vertrauen gefördert wird“, erklärte Gullotta abschließend.

ansa/liz