Dienstag, 04. Februar 2020

Nashorn-Wilderei in Südafrika zurückgegangen

Überraschende Trendwende in einem lange Zeit als aussichtslos geltenden Kampf: Die Zahl der von Wilderern getöteten Nashörner in Südafrika ist 2019 deutlich zurückgegangen.

Die Nashorn-Wilderei in Südafrika ist 2019 deutlich zurückgegangen.
Die Nashorn-Wilderei in Südafrika ist 2019 deutlich zurückgegangen. - Foto: © APA/afp / WIKUS DE WET

Im Vergleich zum Vorjahr sank sie landesweit um fast ein Viertel von 769 auf 594 Tiere.

Die zuständige Umweltministerin Barbara Creecy macht dabei vor allem die mit fast schon militärischer Präzision durchgeführten Offensiven gegen die Wilderer verantwortlich.

„Die seit 5 Jahren anhaltende Abnahme bei der Wilderei reflektiert die gute Arbeit der Frauen und Männer, die täglich im Kampf gegen die Nashorn-Wilderei ihr Leben aufs Spiel setzen“, schrieb sie in einer Mitteilung mit Blick auf die Arbeit der zahlreichen Anti-Wilderer-Einheiten.

Auch die Naturschutzorganisation WWF begrüßte die Entwicklung als Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen von Regierung, Privatwirtschaft, Gemeinden und Nichtregierungsorganisationen.

„Die neuen Zahlen sind ein großer Erfolg und verschaffen den Nashörnern eine kleine Verschnaufpause“, meinte Katharina Trump, betonte aber: „Gelöst ist das Problem damit aber noch nicht.“ Nur durch internationale Kooperation gebe es eine Chance, der globalen Wildtier-Mafia das Handwerk zu legen.

Der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) spendete ebenfalls Beifall und äußerte sich ähnlich. Ein erfolgreiche Kampf gegen die Wilderei setze die Einbindung der örtlichen Bevölkerung, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Ranger sowie den Schulterschluss des privaten Sektors und der Hilfsorganisationen voraus.

„Südafrika erntet die Früchte dieses Ansatzes“, meinte IFAW-Regionaldirektor Neil Greenwood.

Der internationale Handel mit Nashorn-Hörnern ist verboten. Doch in Asien, vor allem in Vietnam und China, ist Horn als Inhaltsstoff der traditionellen Medizin beliebt und kostet etwa so viel wie Gold. In Afrika soll es noch rund 20.000 Breitmaulnashörner und 5000 Spitzmaulnashörner geben, die meisten leben in Südafrika.

dpa

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