Freitag, 04. Dezember 2015

Nationalpark Stilfser Joch zum Land: Die letzten Meter fehlen noch

Südtirol wird seinen Flächenanteil am Nationalpark Stilfser Joch in Zukunft eigenständig verwalten.

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Foto: © D

Nach der positiven Behandlung in der Zwölferkommission im August wurde die Änderung der entsprechenden Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut am Freitag vom römischen Ministerrat genehmigt.

Damit ist Südtirol dem Übergang der Verwaltungskompetenzen einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Ganz am Ziel ist man aber noch nicht: Die Änderung der Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut müssen nun noch vom Staatspräsidenten ratifiziert werden. Zudem fehlt noch das Regionalgesetz der Lombardei zur Übernahme der Verwaltung. "Der lombardische Staatssekreträr Ugo Parolo hat sich jedoch zuversichtlich gezeigt, dass das notwendige Regionalgesetz in der kommenden Woche vom Regionalrat der Lombardei genehmigt wird", meint Umweltlandesrat Richard Theiner.

Die Übernahme der Parkverwaltung streben Südtirols Politiker schon länger an:  Denn bisher habe sich das Land an den Führungskosten beteiligt, aber selbst kaum über die Geschicke des Nationalparks entscheiden können. "Die große Chance liegt nun darin, dass wir eine eigene Strategie für die Organisation, Führung und Bewerbung des Nationalparks ausarbeiten", so Landesrat Theiner. "Gemeinsam mit den Gemeinden, Sozialpartnern und Umweltorganisationen vor Ort können wir nun eine eigene Vision für den Park entwickeln, die unseren Interessen entspricht."

Gleichzeitig, so Theiner, müsse die einheitliche Ausrichtung des Nationalparkes Stilfser Joch unter allen beteiligten Körperschaften garantiert werden. Dazu werde ein Koordinierungskomitee eingerichtet. 

stol