Samstag, 17. Juni 2017

Natur statt Prunk: Trump in Camp David

Fünf Monate nach seinem Amtsantritt verbringt Donald Trump sein erstes Wochenende auf dem Präsidentensitz Camp David im US-Staat Maryland.

Donald Trump verbringt sein erstes Wochenende auf dem Präsidentensitz Camp David im US-Staat Maryland.
Donald Trump verbringt sein erstes Wochenende auf dem Präsidentensitz Camp David im US-Staat Maryland. - Foto: © APA/AFP

Zusammen mit seiner Frau Melania, dem elfjährigen gemeinsamen Sohn Barron und den Eltern der First Lady flog Trump am Samstag per Helikopter auf das Anwesen im Catoctin Mountain Park rund 110 Kilometer nordwestlich von Washington.

Bisher hatte es der Republikaner vorgezogen, seine Wochenenden in seinem mondänen Club Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida) oder im Trump National Golf Club in Bedminster (New Jersey) zu genießen.

Camp David, das der Regierung gehört und dessen Verwaltung und Unterhalt die Steuerzahler nach Medienberichten pro Jahr acht Millionen Dollar (7,16 Mio. Euro) kostet, stand unterdessen leer.

Hang zu Prunk

In Medien war bereits spekuliert worden, ob Trump mit seinem ausgeprägten Hang zu Prunk sich jemals auf dem im Wald gelegenen Gelände blicken lassen würde.

So erinnerte die „Washington Post“ an eine Interview-Äußerung des Präsidenten kurz vor dessen Amtsantritt: „Camp David ist sehr rustikal, es ist nett, Sie würden es mögen. Wissen sie, wie lange Sie es mögen würden? Ungefähr 30 Minuten lang.“

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte sich zu diesem frühen Zeitpunkt seiner Präsidentschaft schon vier Mal in Camp David aufgehalten. Vor ihm George W. Bush bereits elf Mal, und überhaupt hatte Bush eine Schwäche für so viel Natur: Insgesamt zog es ihn während seiner Präsidentschaft 149 Mal nach Camp David, wie Journalist Mark Knoller von CBS News errechnet hat.

apa/dpa

stol