Freitag, 16. Oktober 2020

Naturschützer in Kenia besorgt über Kilimandscharo-Brand

Naturschützer in Kenia machen sich Sorgen, dass der Brand am Fuße von Afrikas höchstem Berg in Tansania auch das Nachbarland betreffen könnte.

Seit Sonntag steht der Kilimandscharo in Flammen.
Seit Sonntag steht der Kilimandscharo in Flammen. - Foto: © www.picturedesk.com / Thomas Becker
„Feuer respektiert keine Grenzen“, sagte am Freitag Robert Njue. Er ist stellvertretender Leiter der Tsavo Conservation Area, einer Gruppe von Naturschutzgebieten im Südwesten Kenias an der Grenze zu Tansania. Man sei über den Brand am Kilimandscharo, der direkt an der Grenze zu Kenia liegt, besorgt. „Wir beobachten die Lage genau.“

In Tsavo sei man für große Brände gewappnet, sagte Njue der Deutschen Presse-Agentur. In der Trockenzeit kommt es dort demnach jedes Jahr zu Bränden. In diesem Jahr seien sie aber besonders schlimm gewesen, weil es nach einer außergewöhnlich starken Regenzeit besonders viel Vegetation gegeben habe, die dann leicht brannte.

Der Großbrand war am Sonntag aus bislang unbekannten Gründen an der Südflanke des 5895 Meter hohen Kilimandscharos ausgebrochen und hat seitdem nach offiziellen Angaben mindestens 28 Quadratkilometer Heidefläche zerstört. Die Höhe und der teilweise nur schwer erreichbare Brandherd gestalten die Löscharbeiten schwierig. Bergsteiger berichteten von extrem schweren Bedingungen auf dem Berg, von Rauchwolken und abgebrannten Hütten. Viele entschieden sich für den Abstieg.

Der Tourismusminister Hamisi Kigwangalla teilte allerdings am Donnerstag mit, das Bergsteigen im Kilimandscharo-Nationalpark werde „wie gewohnt fortgesetzt“.

dpa

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