Da es im Juni des vergangenen Jahres bei einem starken Unwetter oberhalb von Aicha zu Vermurungen kam, die auch das Dorf bedrohten, wollte die Gemeindeverwaltung schnell Maßnahmen setzen. Die Zone ist im Gefahrenzonenplan als gefährdete Zone ausgewiesen. Das jetzt genehmigte Projekt sieht eine hydrogeologische Sanierung in Form eines Rückhaltebecken vor. „Das Rückhaltevolumen wird sich auf rund 2.250 Kubikmeter belaufen und so einem Ereignis mit einer Wiederkehrzeit von 30 Jahren standhalten. Nach einem Gerinne unterhalb der Sperre erfolgt eine Verrohrung durch das Oberdorf von Aicha, die auch den Eisenbahndamm unterquert und darunter Schule und Kindergarten passiert. Bei der Kirche mündet das Wasser wieder in das bestehende offene Gerinne“, so die Gemeinde.Die Finanzierung erfolgt zu 80 Prozent über den Katastrophenhilfsfonds, die restlichen 20 Prozent gehen zu Lasten der Gemeinde, wobei dieser Teil über Umweltausgleichsmaßnahmen des Kraftwerks Brixen finanziert wird. Der Gemeindeausschuss hat das Ausführungsprojekt genehmigt. Aus Dringlichkeitsgründen wurde beschlossen, einen Teil der Arbeiten im Ausmaß von rund 70.000 Euro vorzuziehen und getrennt auszuschreiben. "Der Gewinner der Ausschreibung steht bereits fest, die Arbeiten werden durchgeführt, sobald die Zusage des Amtes für Zivilschutz vorliegt", so die Gemeinde. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1.085.000 Euro.