Donnerstag, 08. Juni 2017

Navi war schuld: Lieferwagen bleibt in St. Magdalena hängen

Die Bozner Berufsfeuerwehr musste in der Nacht auf Donnerstag ausrücken, um einen Lieferwagen zu bergen, der in Bozen/Rentsch falsch abgebogen und hängengeblieben war. Erst vor wenigen Tagen war ein Sattelschlepper in Lengstein am Ritten auf Abwege geraten.

Die Brücke über die Straße in Untermagdalena wurde dem Lieferwagen zum Verhängnis. - Foto: Screenshot Google Streetview
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Die Brücke über die Straße in Untermagdalena wurde dem Lieferwagen zum Verhängnis. - Foto: Screenshot Google Streetview

Es war am Donnerstag gegen Mitternacht, als der Hilferuf bei der Berufsfeuerwehr einging. Nicht zum ersten Mal mussten die Wehrmänner einem Fahrer zu Hilfe kommen, der von seinem Navigationssystem in die Irre geführt worden war.

Diesmal war es der Fahrer eines Lieferwagens aus Deutschland, der in Bozen Nord die Autobahn verlassen hatte und dann über Rentsch in Richtung Innenstadt unterwegs war. Als der Navi dann in der Nähe des Lamplhauses in Rentsch empfahl, nach rechts abzubiegen, gehorchte der Fahrer und nahm die Straße hinauf nach St. Magdalena.

Die Steilheit der Straße verwunderte den Fahrer, er schaffte es aber doch hinauf bis zum Kirchplatz von St. Magdalena. Dort stellte er den Navi neu ein und dieser empfahl nun, wieder talwärts zu fahren, diesmal aber westwärts in Richtung des Gasthofs "Schwarze Katz".

Da diese Straße aber schmäler ist und noch dazu unter einigen Brücken hindurchführt, war für den überhohen Lieferwagen mit Kastenaufbau bald Endstation. Der Fahrer schlug Alarm.

Laut dem Einsatzoffizier der Berufsfeuerwehr, Florian Schroffenegger, mussten die Wehrmänner den Lieferwagen mit Hilfe von Seilwinden wieder zum Dorfplatz von St. Magdalena hinaufziehen, von wo der Fahrer dann wieder seine Fahrt fortsetzen konnte.

Insgesamt waren 10 Wehrleute im Einsatz, darunter auch einige der Freiwilligen Feuerwehr Bozen.

Ähnlicher Vorfall vor einer Woche am Ritten

Am Dienstag vor einer Woche ist es in Lengstein am Ritten zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Ein Sattelschlepper mit deutschem Kennzeichen fuhr von Lengstein die schmale Straße Richtung Gasthof „Zuner“. Der Fahrer wollte ins Sarntal, das Navi aber leitete ihn in die falsche Richtung.

Der Sattelschlepper verkeilte sich immer wieder in den engen Kehren bei Lengstein. - Foto: FFW Lengstein

Die Folge: Der Lastwagen schaffte die Kurven nicht, zerstörte Straßenzäune und erreichte schließlich mit Mühe den Parkplatz des Gasthofes „Zuner“.

Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Lengstein gelang es, den Sattelschlepper zu wenden. Dieser musste dann das steile, enge Wegstück zurück nach Lengstein fahren. Dabei wurden Bremszylinder und Bremsleitung zerstört und der Lkw hinterließ mit den blockierten Rädern lange schwarze Gummistreifen auf der Straße.

stol/ds/mh

stol