Dienstag, 25. Mai 2021

Ndrangheta in Südtirol: 28 Hauptverfahren

In Trient hat am Dienstag in der Kaserne Cesare Battisti die Vorverhandlung im Rahmen der Ermittlung "Freeland" stattgefunden, die vor genau einem Jahr zur Festnahme von 20 Personen geführt hatte. Die Anklage lautete auf mafiaähnliche Bandenbildung.

Im September starten die Gerichtsverfahren in Trient.
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Im September starten die Gerichtsverfahren in Trient. - Foto: © shutterstock
Auf der Grundlage der von Staatsanwalt Davide Ognibene koordinierte Ermittlung sei in der Region Trentino-Südtirol eine lokale Filiale der in Kalabrien verbreiteten Mafia-Organisation Ndrangheta gegründet worden, die sich mit Drogenhandel, Entführungen und Erpressungen finanziert haben sollen. Neben den 20 Angeklagten, wurde auch für weitere 10 Personen, die Eröffnung eines Hauptverfahrens beantragt. Diesen Personen werden Vergehen vorgeworfen, die nicht im Zusammenhang mit der Mafia stehen.

Der Voruntersuchungsrichter von Trient hat den Antrag des Staatsanwalt angenommen und die Eröffnung von insgesamt 28 Hauptverfahren verfügt. Die Situation von 2 weiteren Angeklagten werd in einem zweiten Moment noch einmal überprüft, da ein Formfehler bei der Zustellung vorliegen soll.

Die Verfahren werden am 20. September in Trient für jene Angeklagten beginnen, die ein Schnellverfahren beantragt haben (rund 20) und am 27. September in Bozen für jene, die sich einem ordentlichen Verfahren unterziehen werden.

ansa/stol