Die Tageszeitung „Dolomiten“ hat mit Thaler gesprochen. STOL veröffentlicht einige Auszüge.„Dolomiten“: Sie haben dem Bundesausschuss mitgeteilt, dass Sie 2014 nicht mehr für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stehen werden. Warum wollen Sie nicht mehr weitermachen?Elmar Thaler: Vor allem sind es private Gründe. Seit ich 16 Jahre alt war, bin ich immer für die Schützen auf dem Weg gewesen. Ich bin seit elf Jahren Mitglied der Bundesleitung. Ich war – bevor ich Landeskommandant wurde – sechs Jahre lang Bundesgeschäftsführer und drei Jahre Schriftleiter der Schützenzeitung. So lange mir zuhause der Rücken frei gehalten wurde, konnte ich mir dieses Hobby in dieser Intensität erlauben. Jetzt brauche ich mehr Zeit zuhause. Ich nehme deshalb Familien-Auszeit.„D“: Was kostet Sie das Amt des Landeskommandanten an Zeit?Thaler: Sicherlich jeden Tag zwei bis drei Stunden, und am Wochenende hat man kaum Freizeit. Ich bin jetzt 38 Jahre alt und war mein halbes Leben für die Schützen meist an vorderster Front tätig. Wir stehen jetzt gut da – haben gute Aufbauarbeit geleistet, stehen finanziell nicht schlecht da und sind organisatorisch super. Trotzdem: Das Herz blutet mir, weil noch vieles zu tun wäre und vieles offen ist. Aber irgendwann ist genug. „D“: Manche sagen, Sie würden in Wahrheit deshalb nicht mehr antreten, weil Sie Kritik dafür einstecken mussten, dass Sie sich nach den Sonderfonds-Ermittlungen gegen Durnwalder ins Solidaritätskomitee für den Landeshauptmann eingereiht haben.Thaler: Das stimmt absolut nicht. Das kann ich auch leicht beweisen: Den engsten Mitarbeitern habe ich es ja schon im Dezember gesagt. Da war von diesem Thema noch nicht ansatzweise die Rede. Die Reaktionen auf das Solidaritätskomitee sind unterschiedlich ausgefallen, das stimmt. Meine Teilnahme am Komitee war aber keine Heiligsprechung Durnwalders.Interview: Stephan Pfeifhofer__________________________________________________________________________Ob Thaler dem Schützenbund treu bleiben wird oder ob er gar politische Ambitionen hat, lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.