Dienstag, 28. April 2015

Nepal-Erdbeben: Ministerpräsident befürchtet 10.000 Tote

Bei der Erdbebenkatastrophe in Nepal könnten nach Angaben von Ministerpräsident Sushil Koirala 10.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Laut UNO sind acht Millionen Menschen von den Auswirkungen des Bebens betroffen.

Zwei nepalesische Armee-Offiziere betrachten eine Landkarte der vom Erdbeben am schlimmsten betroffenen Gebiete.
Zwei nepalesische Armee-Offiziere betrachten eine Landkarte der vom Erdbeben am schlimmsten betroffenen Gebiete. - Foto: © APA/EPA

Die Regierung habe angeordnet, dass die Rettungsarbeiten intensiviert würden, sagte Nepals Regierungschef Sushil Koirala am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Sein Land benötige jetzt Hilfe von außen – vor allem Zelte und Medikamente.

Die Zahl der Toten ist nach jüngsten amtlichen Angaben auf 4.349 gestiegen. Mehr als 7.000 Menschen wurden verletzt.

1,4 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfen angewiesen

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in Nepal rund acht Millionen Menschen von den Auswirkungen des schweren Erdbebens betroffen. Wie die UNO am Dienstag mitteilte, sind mehr als 1,4 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Viele Menschen bräuchten aber auch Wasser oder hätten ihr Obdach verloren.

Am Samstag hatte ein Beben der Stärke 7,8 die Himalaya-Region erschüttert. Zusätzlich zu den bisher amtlich bestätigten über 4000 Todesopfern in Nepal kamen knapp hundert Menschen auch in den Nachbarländern Indien und China ums Leben.

apa/Reuters/afp

stol