Samstag, 02. Mai 2015

Nepal – Kaum noch Hoffnung auf Überlebende

Eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal rechnet die Regierung nicht mehr damit, noch weitere Überlebende in den Trümmern zu finden.

Auch wenn die Hoffnung auf Überlebende in Nepal mittlerweile fast gänzlich erloschen ist, suchen die Helfer weiter
Auch wenn die Hoffnung auf Überlebende in Nepal mittlerweile fast gänzlich erloschen ist, suchen die Helfer weiter - Foto: © APA/EPA

„Wir geben unser Bestes, aber ich glaube nicht, dass wir noch Überlebende finden werden“, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Laxmi Prasad Dhakal, am Samstag.

Nach seinen Angaben stieg die Zahl der Todesopfer inzwischen auf mehr als 6.600.

Die Zahl der Verletzten wurde mit über 14.000 angegeben. Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstag vergangener Woche weite Teile des Landes zerstört.

1000 EU-Bürger weiterhin vermisst

Trotz der Bemühungen von Bergungsteams aus 20 Ländern wurde seit Donnerstagabend niemand mehr lebend aus den Trümmern geborgen.

Regierung und Hilfsorganisationen gehen daher davon aus, dass sich die Zahl der Todesopfer weiter erhöhen wird. Allein tausend EU-Bürger werden nach Angaben von Diplomaten noch in dem Himalaya-Staat vermisst.

Besonders verheerend ist die Lage in abgelegenen Regionen. Dort warten immer noch viele Menschen auf Hilfsgüter und Bergungsteams, wie der Leiter der Katastrophenschutzbehörde, Rameshwor Dangal, sagte.

Allein in den Bezirken Sindhupalchowk und Rasuwa müssten schätzungsweise noch tausend Menschen gerettet werden, darunter auch Verletzte und gestrandete Touristen.

apa/afp

stol