Der Einsatz erfolgte im Rahmen einer Aktion des Staatlichen Forstkorps, das die Bozner und die Trentiner Kollegen um Mithilfe ersucht hatte, da sich das Einsatzgebiet an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino befindet. Beschlagnahmt wurden sechs Nester mit insgesamt 18 Jungvögeln, Singdrosseln und Wacholderdrosseln.Zudem wurden technische Geräte, darunter Feldstecher und Spiegel auf Stangen, die die Wilderer zum Absuchen der Nester nach Nistvögeln auf den Bäumen angebracht hatten, aber auch Messer, Brei zum Füttern der Vögel, sowie das Fahrzeug, das die Wilderer beim Nesterraub benutzten, beschlagnahmt. "Die Nestlinge haben wir natürlich umgehend einem Vogelpflegezentrum übergeben", betont Landesforstchef Paul Profanter. Die Wilderer sollen sich morgens auf die Lauer gelegt und alle Nester samt Nistvögeln, die sie finden konnten, eingesammelt haben. Die Beute verstauten sie dann im Kofferraum ihres Wagens. Nach einer Reihe von Ortsaugenscheinen und Beobachtungseinsätzen wurden die Wilderer von den Forstbeamten ausfindig gemacht.Sie wurden mit Hilfe der Carabinieri bei der Autobahneinfahrt in Auer gestoppt. "Die Drosseln sind beliebte Lockvögel, die für die Jagd verwendet werden und auf dem Schwarzmarkt sogar mehrere hundert Euro Wert sind", erklären die Forstbeamten.Sie verweisen darauf, dass es sich um die zehnte Aktion handle, bei Täter wegen Wilderei und Tierquälerei zur Rechenschaft gezogen werden konnten.